„Die abenteuerlustigsten Gallier…“

Griesheim im Dekumatenland

Vor etwa 1.900 Jahren lag das Griesheimer Stadtgebiet irgendwo im nirgendwo. Einige Kilometer westlich lag das Römische Reich, das sich bis an den Rhein ausgebreitet hatte. Viel weiter östlich und nördlich lagen die Herrschaftsgebiete derjenigen Völker, die die Griechen und Römer als Germanen bezeichneten. Das Gebiet dazwischen, Dekumatenland genannt, war teilweise menschenleer, teilweise von Kelten und Germanen, aber anscheinend auch von vielen Abenteurern besiedelt.

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Störche

Nachdem die Störche aus unserer Gegend bis vor einiger Zeit fast ganz verschwunden waren, ist der Bestand wieder rasant angestiegen. Die Riedlandschaft, zu der weite Teile des Kreises Groß-Gerau, aber auch der Westen des Griesheimer Stadtgebietes gehören, bietet durch die verbesserte Umweltsituation wieder gute Bedingungen für diesen großen Vogel. Aber auch die Müllkippe bei Büttelborn ist ein nicht unerheblicher Grund für die Rückkehr des Storches. „Störche“ weiterlesen

100!

Mehr als 100 Besucher pro Tag haben im letzten Monat STADT.LAND.SAND besucht. Nachdem der Blog nun seit März 2016 online ist und Monat für Monat mehr Interesse an den Artikeln über die Griesheimer Geschichte und Architektur da zu sein scheint, wurde erstmals diese hohe Besucheranzahl erreicht. Das freut mich wirklich sehr und ich bedanke mich bei allen Leserinnen und Lesern.

In der nächsten Zeit wird es mit vielen neuen und spannenden Artikeln, Bildern und Zeichnungen weitergehen!

Als der Darmbach bei Griesheim verschwand

Leicht nach Kläranlage duftend und in ein gradliniges, unnatürliches Betonkorsett eingezwängt fließt ein schmales Gewässer nördlich von Griesheim in Richtung Westen. Die Rede ist von der Landwehr, die hier, an der Gemarkungsgrenze zu Büttelborn, verläuft. Ihre Bauart, ihr Name und der Geruch zeigen es gleich: Man hat es hier nicht mit einem natürlichen Gewässer zu tun. Sucht man nach der Herkunft des Gewässers auf der Landkarte, wird man im Bereich des Gehaborner Hofes fündig. Denn bis hier heißt der Wasserlauf Darmbach.

Wieso aber wechselt der Darmbach in Griesheim seinen Namen? Ein Blick dazu in alte Landkarten zeigt noch Erstaunlicheres: Ursprünglich ist der Darmbach nördlich von Griesheim spurlos verschwunden…

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Leg Dich nicht mit Frankfurtern an

Heute vor 619 Jahren wurde Burg Tannenberg über Seeheim zerstört

Die Bergstraße südöstlich von Griesheim ist durch zahlreiche Burgen und Schlösser geprägt. Meist sind die alten Gemäuer an der Bergkante des Odenwaldes gut aus dem Tal zu sehen und genießen einen entsprechenden Bekanntheitsgrad. Das Auerbacher Schloss, die Burg Alsbach, die Starkenburg über Heppenheim oder Burg Windeck über Weinheim sind deshalb beliebte Ausflugsziele. Weniger bekannt ist, dass es ursprünglich viel mehr Burgen gab, als heute sichtbar sind. Dies liegt daran, dass viele der Wehrbauten nur kurze Zeit bewohnt waren und aufgegeben wurden, bevor ein aufwendiger Ausbau in Stein einsetzte. Andere Bauten dagegen wurden in kriegerischen Handlungen zerstört, sodass nur wenige Reste übrig blieben. Eine davon ist die Burg Tannenberg über Seeheim, nur 17 Kilometer von Griesheim entfernt.

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Hessens jüngste Großstadt

Irgendwann in den nächsten Tagen wird es soweit sein. (Vielleicht war es aber auch schon vor ein paar Tagen soweit). Hessen wird neben Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Darmstadt und Offenbach eine sechste Goßstadt haben. Aufgrund zahlreicher neuer Wohnquartiere, vor allem auf ehemals militärisch genutzten Flächen, wird Hanau mehr als 100.000 Einwohner haben. Die Stadt am Zusammenfluss von Main und Kinzig hat allerdings keinen besonders guten Ruf – dabei hat die Stadt, in der die Gebrüder Grimm einst wirkten, einige schöne und spannende Ecken zu bieten. Und die Geschichte der Hanauer Neustadt ist ein positives Beispiel für Toleranz und Umgang mit Flüchtlingen.

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Fundstück im Stadtgebiet: Ein Kilometerstein

Griesheim drängt sich dem Besucher nicht eben mit historischen Sehenwürdigkeiten auf. Man muss deshalb manchmal schon etwas genauer hinschauen, um etwas Interessantes entdecken zu können. Ein solches historisches Fundstück ist ein alter Kilometerstein, der ziemlich verloren irgendwo in Griesheim an der Chaussee, der Griesheimer Hauptstraße steht.

Wissen Sie, wo genau er zu finden ist?

Übrigens: Die Ausstellung im Griesheimer Museum, die sich mit der Geschichte der Chaussee beschäftigt, ist jetzt noch mal um einige Wochen verlängert worden. Wer also noch nicht dort war, oder noch einmal hin will, der hat nun noch diverse Chancen.

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Die Rheingau-Connection

Wirtschaftlich gesehen ist Griesheim heute ziemlich stark auf Darmstadt ausgerichtet. Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch der Kern der Rhein-Main-Region mit Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, etwas weniger der Rhein-Neckar-Raum mit Mannheim und Heidelberg. Die Rolle des Rheingaus für Griesheim dagegen ist keine wirtschaftliche, sondern eher eine touristische: die schönen Städte mit ihren kulturellen, landschaftlichen und weinbautechnischen Reizen bieten sich für einen Wochenendausflug an.

Im Mittelalter dagegen gab es eine Zeit, in der Griesheim und Teile des Rieds ein wichtiger Bestandteil des Rheingauer Wirtschaftssystems waren.

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