Hexentanz am „Griesheimer Brunnen“ ?

Aus der traurigen Epoche der Hexenverbrennungen gibt es eine Meldung über einen „Griesheimer Brunnen“. Diese Geschichte führt uns in eine Zeit, in der viele Menschen in bitterer Armut und in heute kaum noch vorstellbaren Verhältnissen leben mussten. Gleichzeitig herrschten damals merkwürdige Vorstellungen von Moral, Schuld und Menschlichkeit vor, für viele war die reale Existenz von Zauberei und Hexen denkbar. Die Kombination aus beiden Punkten führte auch in unserer Region zur verbrecherischen Hexenverfolgung. Selbst der vermeintlich gebildete Landgraf Georg I. hatte damals kaum Probleme, selbst elfjährige Kinder verbrennen zu lassen. Nach solchen Leuten sind heute übrigens immer noch Straßen benannt, s. Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt…

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Das Bassin zwischen Griesheim und Darmstadt

Mein vorletzter Artikel über die Leberflecken hat bei Ihnen, verehrte Leser, einiges an Interesse geweckt. Über 350 mal ist der Artikel gelesen worden. Und glücklicherweise sind mir noch weitere Infos über das Bassin mit Springbrunnen, dass sich Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen Griesheim und Darmstadt befand, zugetragen worden.

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Straßennamen

Landkarten verraten eine ganze Menge über den Charakter und das Aussehen eines Ortes. Michel Houellebecq hat das in seinem Roman „Karte und Gebiet“ viel besser als ich zum Ausdruck gebracht: „Diese Karte war geradezu erhaben; bis ins Innerste aufgewühlt begann er vor dem Verkaufsständer zu zittern. Noch nie hatte er etwas so Herrliches gesehen, das so reich an Emotionen und Sinn war wie diese Michelin-Karte der Departements Creuse und Haute-Vienne im Maßstab 1:150.000. Die Quintessenz der Moderne, der wissenschaftlichen und technischen Erfassung der Welt, war hier mit der Quintessenz animalischen Lebens verschmolzen. Die grafische Darstellung war komplex und schön, von absoluter Klarheit, und verwendete nur eine begrenzte Palette von Farben. Aber in jedem Örtchen, jedem Dorf, das seiner Größe entsprechend dargestellt war, spürte man das Herzklopfen, den Ruf Dutzender Menschenleben, Dutzender, Hunderter Seelen – von denen die einen zur Verdammnis, die anderen zum ewigen Leben berufen waren.

Neben dem Kartenbild sind es aber beispielsweise alleine schon die eingetragenen Straßennamen, die eine ganze Menge über die Geschichte eines Ortes verraten.

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Historische Leberflecken

Bei der Suche nach Spuren nach der vergessenen Eisenbahnstrecke nach Sankt Stephan haben Manfred Alvarez Hernandez und ich noch eine weitere kleine Entdeckung gemacht: Einen Hinweis auf einen historischen Vorläufer der sogenannten „Leberflecken“, die Verkehrsinseln im Verlauf der Wilhelm-Leuschner-Straße in Griesheim.

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Weitere Infos zur Eisenbahnstrecke in die Griesheimer Militärflächen

Im vorletzen Artikel konnten Sie ja bereits etwas über die ziemlich unbekannte Eisenbahnlinie vom Darmstädter Hauptbahnhof direkt in die ehemaligen Griesheimer Militärflächen lesen. Auf der auch ansonsten sehr lesenswerten Homepage von Walter Kuhl über die ehemalige Eisenbahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms gibt es auch zu der Griesheimer Militärbahn weitere Information: Diese finden Sie hier.

Griesheim an die Gracht

Im Grund genommen teilt sich die Gruppe der Urlauber in zwei Gruppen: Es gibt die In-die-Berge-Fahrer und es gibt die Ans-Meer-Fahrer. In der Auswahl der jeweiligen Ziele gibt es innerhalb der Gruppen natürlich nochmal Unterschiede, manche fahren an die Nordsee, andere ans Mittelmeer. Die einen fahren in den Harz, die anderen in die Rocky Mountains.

Von jeder Regel gibt es natürlich Ausnahmen. Manche fahren abwechselnd in die Berge und dann ans Meer. Andere versuchen, eine klare konzeptionell eindeutige Entscheidung zu vermeiden und fahren an einen See in den Alpen, sei es der Vierwaldstättersee oder der Lago Maggiore. Ein ziemlich fauler Kompromiss…

Erstaunlich ist aber in beiden Fällen folgendes: die Vertreter beider Gruppen nehmen Geld in die Hand und verbrauchen wertvolle Urlaubszeit, um sich in eine Umwelt zu begeben, die sie zu Hause nicht haben. Warum sollte man sich also seine Heimat, in der man 95% seiner Zeit zubringt, nicht so gestalten, wie man sich das eigentlich wünscht?

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Die vergessene Eisenbahnstrecke nach St. Stephan

Das Griesheimer Stadtgebiet wurde einst von drei voneinander unabhängige Bahnstrecken erschlossen. Von ihnen ist bis heute nur noch die schmalspurige Straßenbahnstrecke erhalten. Anfang der 1990er Jahre wurden im Norden der Stadt der Rest der einstigen normalspurigen Bahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms abgebaut.

Dass es aber noch eine dritte Eisenbahntrasse nach Griesheim gab, ist dagegen in Vergessenheit geraten.

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Das zweitgrößte Naturschutzgebiet in Hessen

In nicht einmal 14 Kilometern Entfernung von Griesheim befindet sich das zweitgrößte Naturschutzgebiet in Hessen: der Mönchbruch zwischen Mörfelden und Rüsselsheim. Er ist nicht nur für diejenigen eine Reise Wert, die sich für Landschaft, Flora und Fauna interessieren. Er zeigt auch, wie Teile der Griesheimer Westgemarkung einmal ausgesehen haben könnten.

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Bürgerbeteiligung ohne Bürger ?

Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle Sie, meine sehr verehrten Leser, aufgerufen, bei der Bürgerbeteiligung zur Konversion mitzumachen. Ich hatte das Gefühl, dass es tatsächlich die Möglichkeit geben könnte, dass hier interessierte Griesheimer bei der Gestaltung unserer Stadt mitwirken können.

Leider hat sich nun herausgestellt, dass ich hier vermutlich falsch lag.

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