Vor der Kaserne, vor dem großen Tor

Das Griesheimer Wirtschaftsviertel

Vor der Kaserne, vor dem großen Tor, stand eine Laterne und steht sie noch davor, so wollen wir uns da wiedersehen…„, so beginnt das Lied „Lili Marleen“ von Lale Andersen. Es wurde 1939 veröffentlicht und erlangte große Popularität während des Zweiten Weltkrieges, erstaunlicherweise auf deutscher wie auch auf alliierter Seite. Es handelt von der Hoffnung eines Soldaten, dem Krieg zu entkommen und wieder seine Geliebte treffen zu können.

Das „große Tor“ in dem Lied ist dabei kein kompliziert zu entschlüsselndes poetisches Bild der Verbindung bzw. Trennung des soldatischen und des zivilen Lebens. Vielmehr konnte jeder Soldat sich so ein Tor ziemlich gut vorstellen, gehörte es doch ganz real zum Bild jeder Kaserne. Innerhalb dessen hatte man zu funktionieren, musste sich als unbedeutendes Zahnrad in die zuweilen tödliche Maschinerie einfügen. Außerhalb durfte man Mensch sein. Dies zeigt sich bei jeder Kaserne auch baulich: Innerhalb war alles funktional geordnet, sozusagen in Reih´ und Glied. Außerhalb des Kasernentores liegen meist bunte und ungeplante Ansammlungen von Gebäuden, in denen die Soldaten das Menschsein ausleben konnten.

Das war vor der Kaserne am Griesheimer Sand genauso wie bei römischen Kastellen.

„Vor der Kaserne, vor dem großen Tor“ weiterlesen

Nach Pfungstadt über Umwege

Die Pfungstädter Straße und der Schießplatz

Wer heute mit dem Auto von Griesheim nach Pfungstadt will, nutzt wahrscheinlich die Landesstraße 3303. Der Weg führt dabei vom Griesheimer Südkreisel (vorbei an den unsichtbaren Gräberfeldern der Frankenzeit) aber erstmal Richtung Eschollbrücken. Am Wasserwerk muss dann eine 90°-Kurve Richtung Osten genommen werden, bevor man dann kurz vor dem Pfungstädter Kreuz erstmals Kurs Richtung Pfungstadt nimmt.

Warum nimmt die aktuelle Straße eigentlich nicht den direkten Weg?

„Nach Pfungstadt über Umwege“ weiterlesen

Der Schießplatz

In der Griesheimer Südgemarkung (die seit 1937 größtenteils zu Darmstadt gehört) wurde von 1874 bis in die 1920er Jahre geschossen. Geübt wurde damals mit Artilleriegeschützen die von der heutigen Autobahn bis fast nach Goddelau / Wolfskehlen schießen konnten. Noch heute kann man in diesen Bereichen gefährliche Hinterlassenschaften aus der Schießplatzzeit finden (von denen man aber in jedem Fall die Finger lassen muss).

„Der Schießplatz“ weiterlesen

Neue Ausstellung im Museum: Eine Entdeckungsreise durch unsere Theatergeschichte

Ab morgen gibt es eine neue Ausstellung im Griesheimer Museum in Kooperation mit der Zwiebelbühne: „Eine Entdeckungsreise durch unsere Theatergeschichte“. Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Flyer .

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, 18.5., um 18 Uhr statt.

Wie man aus Sch… Gold macht

Früher war dieses oder jenes besser – diese Aussagen hört man gelegentlich. Dabei stimmt das in den meisten Fällen nicht, wie Max Roser von der Universität Oxford zeigt.

In mindestens einem Punkt waren uns die alten Griesheimer aber dann doch deutlich voraus. Denn sie beherrschten die Alchimie, die Kunst, Gold herzustellen. Und als ob das an sich nicht schon ungeheuerlich genug wäre, nutzen sie als Ausgangsstoff auch noch den Stoff, der wohl als das Gegenteil des edelsten Metalles gesehen werden kann.

„Wie man aus Sch… Gold macht“ weiterlesen

Kleine Chronik des Griesheimer Sandes

Zur Zeit findet der Bürgerbeteiligungsprozess zur Entwicklung der Konversionsflächen statt. Dabei geht es um die Umwandlung ehemaliger Militärflächen im Griesheimer Südosten (nördlich des Flugplatzes) in ein zukunftsorientiertes Quartier mit bezahlbarem Wohnraum.

Im Folgenden möchte ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Geländes zeigen. In Kürze werden weitere Artikel folgen, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.

„Kleine Chronik des Griesheimer Sandes“ weiterlesen