Gefährdete Bauten mit Geschichte

Das Griesheimer Stadtbild lässt kaum erahnen, dass der Ort eine lange und recht spannende Geschichte aufweisen kann. Aus der römischen und fränkischen Epoche ist kein Gebäude erhalten geblieben, auch das Mittelalter ist bis auf einige Bauteile an der Lutherkirche nicht mehr sichtbar vertreten. Die wenigen historischen Gebäude stammen meist aus dem 19. Jahrhundert. Nur wenig ist aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Gerade angesichts der geringen Zahl an Baudenkmalen ist es dabei erstaunlich, dass einige dieser baulichen Zeitzeugen das nächste Jahr oder zumindest das übernächste nicht überdauern werden.

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Erhaltenswerte Bauten in Griesheim

Im letzten Artikel waren alle Gebäude aufgeführt, die gemäß der Denkmaltopographie von 1988 unter Denkmalschutz stehen. Aus heutiger Sicht- immerhin sind fast 30 Jahre vergangen, muss festgestellt werden – dass die dort gezeigte Liste zu ergänzen ist. Aus meiner Sicht sollten die folgenden Bauten ebenfalls für die Nachwelt gesichert werden.

(Dieser Artikel wurde am 15.02.2017 um weitere Bauten ergänzt, s. unten.)

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Liste der Baudenkmäler in Griesheim

Griesheim hat eine reiche und (wenn man etwas genauer hinschaut) auch eine ganz interessante Geschichte. Leider haben Kriege und die Modernisierungen der letzten Jahrzehnte viele bauliche Zeitzeugen verschwinden lassen. Trotzdem gibt es einige Gebäude, die nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz geschützt sind. Welche das sind, lesen Sie hier.

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Das Haus des Kapitäns

Vor 400 Jahren kam ein Kapitän nach Griesheim, und das, obwohl es im Stadtgebiet ja keinerlei Häfen oder nennenswerte Gewässer gibt. Tatsächlich trug er kurioserweise nicht unwesentlich dazu bei, das wenige sichtbare Oberflächenwasser im Ort noch weiter zu reduzieren. Ein ungewöhnliches Haus erinnerte noch lange Zeit an diesen wasserlosen Kapitän.

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Karoline und Friedrich – Stationen der Liebe

Die vor einigen Tagen hier gezeigte Liebesgeschichte von Karoline Seitz und Prinz Friedrich wirkt märchenhaft, dabei hat sich das Ganze tatsächlich so zugetragen. Die Orte der Handlung kann man heute noch besichtigen, viele Schauplätze sind noch erhalten, andere verändert.

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Geschichtslos und gesichtslos

Griesheim ist anders. Leider nicht im positiven Sinne.  Andere Städte sind landauf, landab damit beschäftigt, ihre gebaute Geschichte zu hegen und zu pflegen und zu erforschen. Teilweise wird sogar Verlorengegangenes rekonstruiert, um die Stadtgeschichte wieder ins Stadtbild zurückzuholen. Griesheim dagegen setzt im Jahr 2020 auf Ignoranz gegenüber der eigenen Geschichte. Historische Gebäude verfallen hier oder werden abgebrochen. Aus meiner Sicht ist das eine Katastrophe, die zukünftigen Generationen einen geschichts- und gesichtslosen Siedlungsbrei, aber sicher keine lebenswerte Stadt hinterlassen wird. Schuld daran ist ein völliges Versagen der Stadtpolitik in Form von allen im Stadtparlament vertretenen Parteien, aber auch die Interesselosigkeit der Griesheimer Bevölkerung.

Wo aktuell Griesheimer Geschichte vernichtet wird, lesen Sie hier:

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Das Pfarrhaus und das Paradies (oder doch Paris?)

Das Pfarrhaus
Das Pfarrhaus

Das alte Pfarrhaus in der Griesheimer Pfarrgasse kann wohl als stattlichstes Fachwerkhaus in Griesheim bezeichnet werden, auch wenn das Nikolosehaus bekannter und das Gebäude an der Südwestecke des
Jean-Bernard-Platzes älter ist. Der Komplex ist seit Jahrhunderten im Besitz der Kirche und ist es auch heute noch.
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