Aus der traurigen Epoche der Hexenverbrennungen gibt es eine Meldung über einen „Griesheimer Brunnen“. Diese Geschichte führt uns in eine Zeit, in der viele Menschen in bitterer Armut und in heute kaum noch vorstellbaren Verhältnissen leben mussten. Gleichzeitig herrschten damals merkwürdige Vorstellungen von Moral, Schuld und Menschlichkeit vor, für viele war die reale Existenz von Zauberei und Hexen denkbar. Die Kombination aus beiden Punkten führte auch in unserer Region zur verbrecherischen Hexenverfolgung. Selbst der vermeintlich gebildete Landgraf Georg I. hatte damals kaum Probleme, selbst elfjährige Kinder verbrennen zu lassen. Nach solchen Leuten sind heute übrigens immer noch Straßen benannt, s. Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt…
Kategorie: Frühe Neuzeit
Das Bassin zwischen Griesheim und Darmstadt
Mein vorletzter Artikel über die Leberflecken hat bei Ihnen, verehrte Leser, einiges an Interesse geweckt. Über 350 mal ist der Artikel gelesen worden. Und glücklicherweise sind mir noch weitere Infos über das Bassin mit Springbrunnen, dass sich Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen Griesheim und Darmstadt befand, zugetragen worden.
Historische Leberflecken
Bei der Suche nach Spuren nach der vergessenen Eisenbahnstrecke nach Sankt Stephan haben Manfred Alvarez Hernandez und ich noch eine weitere kleine Entdeckung gemacht: Einen Hinweis auf einen historischen Vorläufer der sogenannten „Leberflecken“, die Verkehrsinseln im Verlauf der Wilhelm-Leuschner-Straße in Griesheim.
Das alte Rathaus von Griesheim
Vor etwa 400 Jahren ist das alte Rathaus von Griesheim erbaut worden. Lange Zeit prägte es die alte Ortsmitte mit seiner besonderen Architektur. Ergänzend zum letzten Artikel sollen hier in kompakter Form nochmal ein paar Informationen zum alten Rathaus und einige alte Bilder zusammengestellt werden.
Fünf Kilometer bis nach Frankreich
Fünf Kilometer von Griesheim bis nach Frankreich? Wie soll das denn gehen? Die Stadt abbauen und in die Südpfalz versetzen? Oder alle Städte und Gemeinden zwischen hier und dem Elsaß zwangseingemeinden? Nein, seien Sie doch mal realistisch! Nutzen Sie eine Zeitmaschine.
Das Haus des Kapitäns
Vor 400 Jahren kam ein Kapitän nach Griesheim, und das, obwohl es im Stadtgebiet ja keinerlei Häfen oder nennenswerte Gewässer gibt. Tatsächlich trug er kurioserweise nicht unwesentlich dazu bei, das wenige sichtbare Oberflächenwasser im Ort noch weiter zu reduzieren. Ein ungewöhnliches Haus erinnerte noch lange Zeit an diesen wasserlosen Kapitän.
Das Pfarrhaus und das Paradies (oder doch Paris?)

Das alte Pfarrhaus in der Griesheimer Pfarrgasse kann wohl als stattlichstes Fachwerkhaus in Griesheim bezeichnet werden, auch wenn das Nikolosehaus bekannter und das Gebäude an der Südwestecke des
Jean-Bernard-Platzes älter ist. Der Komplex ist seit Jahrhunderten im Besitz der Kirche und ist es auch heute noch.
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Das ehemals älteste Haus von Griesheim
Das bekannteste Fachwerkhaus Griesheims ist das Nikolosehaus an der Ecke Oberndorferstraße und Schulgasse. Vor einigen Jahren noch wurde es auch als ältestes Fachwerkhaus der Stadt bezeichnet, mittlerweile haben Forschungen ergeben, daß das Fachwerkhaus an der Südwestecke des Jean-Bernard-Platzes etwas älter ist.
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Griesheim, Kreis Groß-Gerau
Nein, keine Angst. Zum 1. Januar wird Griesheim nicht umgemeindet, es bleibt Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Griesheim war aber im Laufe der Geschichte meist mehr auf Groß-Gerau ausgerichtet als auf Darmstadt, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass Griesheim viele Jahre zum Kreis Groß-Gerau und dessen Vorläufern gehörte, zuletzt in den 1920er Jahren.
Einen Berg kann man nicht versetzen…
…aber umbenennen, das geht dagegen schon.
Griesheim hat zwar selbst keine nennenswerten Erhebungen zu bieten, vom Stadtgebiet aus sind aber zwei ausgewachsene Berge meist gut zu sehen, nämlich der Melibokus im Süden und der Große Feldberg im Taunus, wenn man nach Norden schaut. Beiden gemeinsam ist, dass sie nicht mehr ihren ursprünglichen Namen tragen.
