Griesheim an die Gracht

Im Grund genommen teilt sich die Gruppe der Urlauber in zwei Gruppen: Es gibt die In-die-Berge-Fahrer und es gibt die Ans-Meer-Fahrer. In der Auswahl der jeweiligen Ziele gibt es innerhalb der Gruppen natürlich nochmal Unterschiede, manche fahren an die Nordsee, andere ans Mittelmeer. Die einen fahren in den Harz, die anderen in die Rocky Mountains.

Von jeder Regel gibt es natürlich Ausnahmen. Manche fahren abwechselnd in die Berge und dann ans Meer. Andere versuchen, eine klare konzeptionell eindeutige Entscheidung zu vermeiden und fahren an einen See in den Alpen, sei es der Vierwaldstättersee oder der Lago Maggiore. Ein ziemlich fauler Kompromiss…

Erstaunlich ist aber in beiden Fällen folgendes: die Vertreter beider Gruppen nehmen Geld in die Hand und verbrauchen wertvolle Urlaubszeit, um sich in eine Umwelt zu begeben, die sie zu Hause nicht haben. Warum sollte man sich also seine Heimat, in der man 95% seiner Zeit zubringt, nicht so gestalten, wie man sich das eigentlich wünscht?

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Auf der Höhe der Zeit?

Eine Meinung.

Die HEAG hat eine technische Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Straßenbahn im westlichen Griesheim erstellt. Diese wurde letzte Woche im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Griesheimer Stadtparlamentes öffentlich vorgestellt. Das Ergebnis ist positiv – eine Verlängerung ist machbar. In einem zweiten Schritt müsste man nun den wirtschaftlichen Nutzen untersuchen. Ich halte dieses Ergebnis für gut, ein verbessertes Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr ist notwendig, um Griesheim zukunftsfähig zu halten. Wenn man den ebenfalls letzte Woche gehaltenen Vortrag im Rathaus von Prof. Werrer über „Nachhaltige Stadtquartiere“ ernst nimmt, ist die Abkehr von der einseitigen Bevorzugung des Autos gegenüber anderen Möglichkeiten der Mobilität nicht nur eine Spinnerei, sondern unerlässlich. In vielen anderen Regionen dieser Welt ist das übrigens längst Standard.

Leider erfordert es viel mehr, als einen einzigen Vortrag eines Fachmannes, um diejenigen zu überzeugen, die am Althergebrachten festhalten wollen und die Zeichen der Zeit nicht erkennen. Der Kommentar „Straßenbahn zum Flechsgraben“ im Griesheimer Anzeiger vom 10.3.18, der sich unter der Verwendung von meiner Ansicht nach nicht richtigen Argumenten kritisch zur Straßenbahnverlängerung äußert, zeigt dies ganz eindrücklich.

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Bürgerbeteiligung ohne Bürger ?

Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle Sie, meine sehr verehrten Leser, aufgerufen, bei der Bürgerbeteiligung zur Konversion mitzumachen. Ich hatte das Gefühl, dass es tatsächlich die Möglichkeit geben könnte, dass hier interessierte Griesheimer bei der Gestaltung unserer Stadt mitwirken können.

Leider hat sich nun herausgestellt, dass ich hier vermutlich falsch lag.

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