Straßennamen

Landkarten verraten eine ganze Menge über den Charakter und das Aussehen eines Ortes. Michel Houellebecq hat das in seinem Roman „Karte und Gebiet“ viel besser als ich zum Ausdruck gebracht: „Diese Karte war geradezu erhaben; bis ins Innerste aufgewühlt begann er vor dem Verkaufsständer zu zittern. Noch nie hatte er etwas so Herrliches gesehen, das so reich an Emotionen und Sinn war wie diese Michelin-Karte der Departements Creuse und Haute-Vienne im Maßstab 1:150.000. Die Quintessenz der Moderne, der wissenschaftlichen und technischen Erfassung der Welt, war hier mit der Quintessenz animalischen Lebens verschmolzen. Die grafische Darstellung war komplex und schön, von absoluter Klarheit, und verwendete nur eine begrenzte Palette von Farben. Aber in jedem Örtchen, jedem Dorf, das seiner Größe entsprechend dargestellt war, spürte man das Herzklopfen, den Ruf Dutzender Menschenleben, Dutzender, Hunderter Seelen – von denen die einen zur Verdammnis, die anderen zum ewigen Leben berufen waren.

Neben dem Kartenbild sind es aber beispielsweise alleine schon die eingetragenen Straßennamen, die eine ganze Menge über die Geschichte eines Ortes verraten.

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Weitere Infos zur Eisenbahnstrecke in die Griesheimer Militärflächen

Im vorletzen Artikel konnten Sie ja bereits etwas über die ziemlich unbekannte Eisenbahnlinie vom Darmstädter Hauptbahnhof direkt in die ehemaligen Griesheimer Militärflächen lesen. Auf der auch ansonsten sehr lesenswerten Homepage von Walter Kuhl über die ehemalige Eisenbahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms gibt es auch zu der Griesheimer Militärbahn weitere Information: Diese finden Sie hier.

Geschichte des Platzes Bar-le-Duc

Endstation Platz Bar-le-Duc in Griesheim

Der Platz Barl-le-Duc ist neben dem Hans-Karl-Platz, dem Georg-Schüler-Platz und dem Rathausplatz eine der großen Freiflächen der Griesheimer Innenstadt. Gleichzeitig stellt er als Endstation von den beiden Straßenbahnlinien und den drei Buslinien, die Griesheim ansteuern, den wichtigsten Punkt für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt dar. Außerdem stellt er das Bindeglied zwischen der Innenstadt im Osten und der Altstadt im Westen und Norden des Platzes dar. Den Platz gibt es in dieser Form allerdings erst seit den 1970er Jahren.
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Von Erfurt nach Griesheim

Im Foyer des Griesheimer Stadtparlamentes gibt es eine Reihe von Porträtfotos, die ehemalige Bürgermeister des Ortes zeigen. Die Reihe ist nicht vollständig, sie zeigt nur Amtsinhaber aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Auch der Bürgermeister der NSDAP, der von 1938 bis 1945 im Amt war, ist aus guten Gründen nicht abgebildet, bemerkenswerterweise aber sein Vorgänger, Philipp Wilhelm Feldmann, Bürgermeister von 1930 bis 1938, der also auch während der Naziherrschaft ab 1933 amtierte.

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Flugzeuge – Made in Griesheim

Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.

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Erhaltenswerte Bauten in Griesheim

Im letzten Artikel waren alle Gebäude aufgeführt, die gemäß der Denkmaltopographie von 1988 unter Denkmalschutz stehen. Aus heutiger Sicht- immerhin sind fast 30 Jahre vergangen, muss festgestellt werden – dass die dort gezeigte Liste zu ergänzen ist. Aus meiner Sicht sollten die folgenden Bauten ebenfalls für die Nachwelt gesichert werden.

(Dieser Artikel wurde am 15.02.2017 um weitere Bauten ergänzt, s. unten.)

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Auf Schienen über den Rhein

Griesheim ist an das Schienennetz der Darmstädter Straßenbahn angeschlossen. Diese bietet aber ausschließlich Fahrten in Richtung Osten an, zumindest außerhalb von Streikzeiten. In Richtung Westen gibt es vier Buslinien, sie fahren z.B. nach Gernsheim, nach Riedstadt, nach Groß-Gerau oder nach Rüsselsheim. Über den Rhein führt keine von ihnen. Man kann lediglich von einer Haltestelle in Geinsheim  oder in Gernsheim eine Rheinfähre zu Fuß erreichen – einen ordentlichen Fußmarsch voraus gesetzt. Dabei war vor mehr als 100 Jahren sogar eine Schienenverbindung von Griesheim nach Rheinhessen im Gespräch.

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Vortrag zum Schießplatz

In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe der TUD „Talk im Tower“ werden am 17. Januar um 18 Uhr im Tower auf dem ehemaligen August-Euler-Flugplatz Gabriele Winter und Daniel Jünger nochmals den Vortrag „Der Griesheimer Schießplatz – Wie sich die große Geschichte auf einen kleinen Ort auswirkt“ halten.

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