Im letzten Artikel hatte ich ja behauptet, dass Kirchen in den meisten Fällen am Rand eines Ortes stehen. Zu dieser Behauptung soll nun noch ein Nachweis nachgetragen werden.
Kategorie: Orte
Karoline trifft Prinz
Eine wahre Geschichte mit Herz und Schmerz aus dem winterlichen Darmstadt, Griesheim und Groß-Gerau vor über 200 Jahren. Inklusive echtem Dichter.
Warum die Lutherkirche am Ortsrand steht
Die am häufigsten gestellte Frage zur Griesheimer Geschichte ist:
„Warum steht die Lutherkirche eigentlich so alleine am Ortsrand, wo doch Kirchen eigentlich immer in der Ortsmitte stehen?“.
Geschichtslos und gesichtslos
Griesheim ist anders. Leider nicht im positiven Sinne. Andere Städte sind landauf, landab damit beschäftigt, ihre gebaute Geschichte zu hegen und zu pflegen und zu erforschen. Teilweise wird sogar Verlorengegangenes rekonstruiert, um die Stadtgeschichte wieder ins Stadtbild zurückzuholen. Griesheim dagegen setzt im Jahr 2020 auf Ignoranz gegenüber der eigenen Geschichte. Historische Gebäude verfallen hier oder werden abgebrochen. Aus meiner Sicht ist das eine Katastrophe, die zukünftigen Generationen einen geschichts- und gesichtslosen Siedlungsbrei, aber sicher keine lebenswerte Stadt hinterlassen wird. Schuld daran ist ein völliges Versagen der Stadtpolitik in Form von allen im Stadtparlament vertretenen Parteien, aber auch die Interesselosigkeit der Griesheimer Bevölkerung.
Wo aktuell Griesheimer Geschichte vernichtet wird, lesen Sie hier:
Die vergessene Eisenbahnstrecke nach St. Stephan
Das Griesheimer Stadtgebiet wurde einst von drei voneinander unabhängige Bahnstrecken erschlossen. Von ihnen ist bis heute nur noch die schmalspurige Straßenbahnstrecke erhalten. Anfang der 1990er Jahre wurden im Norden der Stadt der Rest der einstigen normalspurigen Bahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms abgebaut.
Dass es aber noch eine dritte Eisenbahntrasse nach Griesheim gab, ist dagegen in Vergessenheit geraten.
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Der Name „Griesheim“
Viele Griesheimer werden das kennen: Beim Blick in den Briefkasten taucht immer mal wieder ein Schreiben auf, das im Adressfeld „Grießheim“ als Zielort angibt. Meist kommt der Brief nicht aus der Gegend. Der Absender meint es eigentlich nie böse – er weiß es halt nicht besser. Und ganz falsch liegt er mit der Schreibweise auch nicht… Der Name „Griesheim“ weiterlesen
Der Berg ruft
Jedes Jahr am 1. Mai macht sich ganz Griesheim mit dem Fahrrad auf, um nachzusehen, ob die westliche Gemarkung noch da ist. Wenn sie noch da ist, dann kehrt man bei den Fischteichen ein. Nun werden es aber immer mehr Griesheimer – der Platz an den Teichen wird eng. Ein echtes Problem – aber lösbar.
Das Pfarrhaus und das Paradies (oder doch Paris?)

Das alte Pfarrhaus in der Griesheimer Pfarrgasse kann wohl als stattlichstes Fachwerkhaus in Griesheim bezeichnet werden, auch wenn das Nikolosehaus bekannter und das Gebäude an der Südwestecke des
Jean-Bernard-Platzes älter ist. Der Komplex ist seit Jahrhunderten im Besitz der Kirche und ist es auch heute noch.
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Fachwerkstadt Griesheim

Griesheim werden viele Titel zugedacht, mal anerkennend, mal abwertend gemeint. Man hört von der „Zwiebelstadt“, der „Wohnstadt Griesheim“ oder bezeichnet den Ort gleich als „Schlafstadt“. Warum nicht mal anders? Behaupten wir doch einfach einmal, Griesheim sei eine Fachwerkstadt. Klingt doch ganz nett.
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Ein bißchen Gotik

Gotische Kathedralen und Rittersäle mit gotischen Gewölben wird man in Griesheim natürlich erfolglos suchen. Überhaupt hat die mittelalterliche Baukunst kaum Spuren hinterlassen. Ein bißchen Gotik gibt es aber doch.
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