Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.
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Lilienthal & Co
Flugpioniere im Griesheimer Südosten
Im Griesheimer Südosten sind zahlreiche Straßen nach deutschen Flugpionieren benannt. Otto Lilienthal und Graf Zeppelin sind dabei sicher diejenigen unter den Namensgebern, von dem man am ehesten schon mal gehört hat. Aber wer waren eigentlich Gutermuth und Nehring?
Vortrag zum Schießplatz
In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe der TUD „Talk im Tower“ werden am 17. Januar um 18 Uhr im Tower auf dem ehemaligen August-Euler-Flugplatz Gabriele Winter und Daniel Jünger nochmals den Vortrag „Der Griesheimer Schießplatz – Wie sich die große Geschichte auf einen kleinen Ort auswirkt“ halten.
Das Griesheimer Kriegsgefangenenlager
1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Als solcher wurde er bezeichnet, da er das erste militärische Ereignis in der Weltgeschichte war, das nahezu auf allen Kontinenten stattfand und neben den tragischen Ereignissen an den unterschiedlichen Fronten auch Auswirkungen auf das zivile Leben im Hinterland der kriegsführenden Nationen hatte.
Obwohl in Südhessen keine Schlacht stattfand, war der Krieg hier doch präsent. Viele Männer wurden zum Militär einberufen, in Griesheim alleine über 1.400 Personen, von ihnen kamen 165 nicht mehr zurück. Auf dem Schießplatz auf dem Griesheimer Sand wurden nicht nur die Einrichtungen der Militärflieger ausgebaut, es wurde auch ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.
Die vergessene Eisenbahnstrecke nach St. Stephan
Das Griesheimer Stadtgebiet wurde einst von drei voneinander unabhängige Bahnstrecken erschlossen. Von ihnen ist bis heute nur noch die schmalspurige Straßenbahnstrecke erhalten. Anfang der 1990er Jahre wurden im Norden der Stadt der Rest der einstigen normalspurigen Bahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms abgebaut.
Dass es aber noch eine dritte Eisenbahntrasse nach Griesheim gab, ist dagegen in Vergessenheit geraten.
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Bürgerbeteiligung Konversionsflächen
Nach einigen Vorschlägen für Griesheim, die erst in der Zukunft eine Chance auf Realisierung haben, will ich heute auf ein ganz reales städtebauliches Projekt in Griesheim hinweisen: die Bebauung der Konversionsflächen. Hier sind alle Bürger eingeladen, am Montag, den 28.11.2016 um 18.30 Uhr an einer Bürgerversammlung in der Hegelsberghalle mit Bürgerbeteiligung teilzunehmen.
Nutzen Sie die Chance, hier eine gerechte Zukunft von Griesheim aktiv mitzugestalten. Infos finden Sie hier.
Am Abgrund
Atombomben in Griesheim in den 1960ern
In Zeiten wie diesen wird einem für kurze Momente klar, wie zerbrechlich womöglich all das sein könnte, was wir so um uns herum als normal und unerschütterlich sehen. Dabei ist das Spiel mit dem Feuer in einer Welt, der militärische Mittel zur Verfügung stehen, die wir uns in ihrer Wirkung kaum ausmalen können, eines, dass man besser unterließe. Und man sollte sich auch gut die Gründe überlegen, warum neuerdings so viele trotzdem mit dieser Gefahr sympathisieren.
Die Werkzeuge, die der Menschheit den Untergang bringen könnten, sind dabei gar nicht unerreichbar weit weg. In Griesheim waren zum Beispiel in den 1960er Jahren Atomraketen stationiert. Der Abgrund war damals zum Greifen nahe.
Universitätsstadt Griesheim
Unschöner Anfang, aber große Chance für die Zukunft der Stadt
Griesheim ist Standort einer Universität. OK – nicht einer Ganzen. Aber zumindest eines kleinen Teiles der Technischen Universität Darmstadt. Diese betreibt nämlich neben den „eigentlichen“ und ziemlich großen Standorten in der Darmstädter Innenstadt und an der dortigen Lichtwiese noch einige kleinere Standorte. Da gibt es zum Beispiel den Bereich neben dem Botanischen Garten, aber auch einen zur Zeit noch kleinen Standort auf Griesheimer Stadtgebiet nördlich des ehemaligen Flugplatzes. Dieser Standort wird von der Uni „Windkanal“ genannt.
Neben einer schwierigen Geschichte liegen hier enorme Potenziale für die zukünftige Entwicklung von Griesheim.
Männerspielplatz
Vor fast 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Millionen Tote, zerstörte Städte und Landschaften, Kriegsverbrechen – die Bilanz dieses Ereignisses ist schrecklich. Die Gründe, warum der Krieg ausbrach, sind vielfältig. Nicht unwesentlich verantwortlich dafür war auf jeden Fall der Militarismus: Völlige Überschätzung des eigenen militärischen Potenzials, uneingeschränkte Akzeptanz von militärischen Elementen in der Zivilgesellschaft und die unwidersprochene Vorstellung, dass man Politik mit militärischen Mitteln fortsetzen und durchsetzen könne, ließen das Deutsche Reich diesen Krieg auslösen.
Grundlagen dafür wurden letztendlich auch auf Griesheimer Gemeindegebiet gelegt.
Deutschlands ältester: Der August-Euler-Flugplatz
Der August-Euler-Flugplatz im Südosten von Griesheim ist der älteste deutsche Flugplatz. Der Vertrag, der letztendlich den Flugbetrieb erlaubte, datiert auf den 30.1.1909.
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