Eine historische Karte aus dem Jahr 1915 zeigt uns den Zustand des damaligen Griesheimer Militärlagers. Ein Vergleich mit den heutigen Straßennamen zeigt, welche gewaltigen Ausmaße das Lager ursprünglich hatte.
Schlagwort: Flugplatz
Kleine Chronik des Griesheimer Sandes
Zur Zeit findet der Bürgerbeteiligungsprozess zur Entwicklung der Konversionsflächen statt. Dabei geht es um die Umwandlung ehemaliger Militärflächen im Griesheimer Südosten (nördlich des Flugplatzes) in ein zukunftsorientiertes Quartier mit bezahlbarem Wohnraum.
Im Folgenden möchte ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Geländes zeigen. In Kürze werden weitere Artikel folgen, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.
Weitere Infos zur Eisenbahnstrecke in die Griesheimer Militärflächen
Im vorletzen Artikel konnten Sie ja bereits etwas über die ziemlich unbekannte Eisenbahnlinie vom Darmstädter Hauptbahnhof direkt in die ehemaligen Griesheimer Militärflächen lesen. Auf der auch ansonsten sehr lesenswerten Homepage von Walter Kuhl über die ehemalige Eisenbahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms gibt es auch zu der Griesheimer Militärbahn weitere Information: Diese finden Sie hier.
Flugzeuge – Made in Griesheim
Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.
Lilienthal & Co
Flugpioniere im Griesheimer Südosten
Im Griesheimer Südosten sind zahlreiche Straßen nach deutschen Flugpionieren benannt. Otto Lilienthal und Graf Zeppelin sind dabei sicher diejenigen unter den Namensgebern, von dem man am ehesten schon mal gehört hat. Aber wer waren eigentlich Gutermuth und Nehring?
Vortrag zum Schießplatz
In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe der TUD „Talk im Tower“ werden am 17. Januar um 18 Uhr im Tower auf dem ehemaligen August-Euler-Flugplatz Gabriele Winter und Daniel Jünger nochmals den Vortrag „Der Griesheimer Schießplatz – Wie sich die große Geschichte auf einen kleinen Ort auswirkt“ halten.
Das Griesheimer Kriegsgefangenenlager
1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Als solcher wurde er bezeichnet, da er das erste militärische Ereignis in der Weltgeschichte war, das nahezu auf allen Kontinenten stattfand und neben den tragischen Ereignissen an den unterschiedlichen Fronten auch Auswirkungen auf das zivile Leben im Hinterland der kriegsführenden Nationen hatte.
Obwohl in Südhessen keine Schlacht stattfand, war der Krieg hier doch präsent. Viele Männer wurden zum Militär einberufen, in Griesheim alleine über 1.400 Personen, von ihnen kamen 165 nicht mehr zurück. Auf dem Schießplatz auf dem Griesheimer Sand wurden nicht nur die Einrichtungen der Militärflieger ausgebaut, es wurde auch ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.
Die vergessene Eisenbahnstrecke nach St. Stephan
Das Griesheimer Stadtgebiet wurde einst von drei voneinander unabhängige Bahnstrecken erschlossen. Von ihnen ist bis heute nur noch die schmalspurige Straßenbahnstrecke erhalten. Anfang der 1990er Jahre wurden im Norden der Stadt der Rest der einstigen normalspurigen Bahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms abgebaut.
Dass es aber noch eine dritte Eisenbahntrasse nach Griesheim gab, ist dagegen in Vergessenheit geraten.
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Bürgerbeteiligung Konversionsflächen
Nach einigen Vorschlägen für Griesheim, die erst in der Zukunft eine Chance auf Realisierung haben, will ich heute auf ein ganz reales städtebauliches Projekt in Griesheim hinweisen: die Bebauung der Konversionsflächen. Hier sind alle Bürger eingeladen, am Montag, den 28.11.2016 um 18.30 Uhr an einer Bürgerversammlung in der Hegelsberghalle mit Bürgerbeteiligung teilzunehmen.
Nutzen Sie die Chance, hier eine gerechte Zukunft von Griesheim aktiv mitzugestalten. Infos finden Sie hier.
Am Abgrund
Atombomben in Griesheim in den 1960ern
In Zeiten wie diesen wird einem für kurze Momente klar, wie zerbrechlich womöglich all das sein könnte, was wir so um uns herum als normal und unerschütterlich sehen. Dabei ist das Spiel mit dem Feuer in einer Welt, der militärische Mittel zur Verfügung stehen, die wir uns in ihrer Wirkung kaum ausmalen können, eines, dass man besser unterließe. Und man sollte sich auch gut die Gründe überlegen, warum neuerdings so viele trotzdem mit dieser Gefahr sympathisieren.
Die Werkzeuge, die der Menschheit den Untergang bringen könnten, sind dabei gar nicht unerreichbar weit weg. In Griesheim waren zum Beispiel in den 1960er Jahren Atomraketen stationiert. Der Abgrund war damals zum Greifen nahe.
