Eine „vernünftige“ Lösung für die Goldene Insel und das Nikolosehaus ?

03_altemitte_2014-04-13-leermitstrasseDie beiden Artikel zuvor waren der erste und zweite Teil eines Vortrages, den ich am 28.7.16 gehalten habe. Im dritten Teil, den Sie hier nun vor sich haben, soll sich mit einem konkreten Beispiel beschäftigen, nämlich mit der „Goldenen Insel“ bzw. dem Riedhof. Ich möchte einmal zeigen, wie sich die Situation ohne übergeordnete Planung entwickeln könnte, rein vernunftsorientiert. Vorab sei schon verraten: Es wird unschön.

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Die Bresche

Am 26.6.2019 hat das Griesheimer Stadtparlament einstimmig entschieden, in den westlichen Teil von Griesheim eine Bresche zu schlagen und damit den ältesten Teil der Stadt nachhaltig zu schädigen. Der alte Riedhof am westlichen Ortsausgang soll abgebrochen und die entstehende Brache provisorisch begrünt werden.

Zwar umfasst der Beschluss auch die Festlegung, in diesem Bereich eine städtebauliche Planung in Gang zu setzen, bei der der gesamte Bereich neu durchdacht werden soll. Durch den Abbruch des historischen Gebäudes, das als seltenes Beispiel in Griesheim Krieg und Modernisierungswahn überstanden hat noch im Laufe des Jahres 2020, werden aber Fakten geschaffen, lange bevor es einen Plan geben wird, wie es hier weiter gehen soll. Die im alten Griesheimer Ortskern geschlagene Bresche schafft eine Situation, die weder politisch noch städtebaulich mehr heilbar ist. Warum das so wäre, lesen Sie hier. Und dass diese städtebauliche Katastrophe vielleicht sogar politisch gewollt ist, das können Sie hier auch lesen.

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Mit dem Bus in alle Welt, naja, zumindest ins Ried

Geschichte der Buslinien in Griesheim / Neu: Busse direkt nach Groß-Gerau oder Rüsselsheim

Das wichtigste Nahverkehrsmittel in Griesheim ist die Straßenbahn. Zwei Straßenbahnlinien bringen – tagsüber im 7,5-Minuten-Takt – tausende Fahrgäste zu Zielen in Griesheim und Darmstadt. Es gab aber bis vor kurzem drei Buslinien, die den Westen Griesheims mit Zielen im Ried verbanden. Seit Mitte 2016 ist noch eine vierte Linie hinzugekommen.

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Nordring, Westring, Südring… OSTRING?

Das Griesheimer Straßennetz ist geprägt durch eine Magistrale, die die Stadt gradlinig durchquert und wird ergänzt durch ein Ringsystem, das jedoch im Griesheim Südosten nicht geschlossen ist. Durch weitere städtebauliche Entwicklungen könnte dies in Zukunft zum Problem werden. Gibt es dazu Lösungsmöglichkeiten?

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Gedanken zum ÖPNV-Anschluss, Teil 2

In der letzten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses wurde ein Grundsatzbeschluss zur Verlängerung der Straßenbahn in Griesheim bis zum westlichen Ortseingang von allen Fraktionen befürwortet. Uneinig war man sich nur über den möglichen weiteren Verlauf der Tram. Ohne dies öffentlich zu erläutern, legte die Stadtregierung sich auf eine Trassenführung bis zur Westkreuzung oder nach Südwesten fest, eine Erschließung des Griesheimer Nordens wurde abgelehnt. Möglicherweise bietet diese Variante aber einige Vorteile, die man ohne eine ernsthafte Untersuchung nicht unter den Tisch fallen lassen sollte.

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Gedanken zum ÖPNV-Anschluss von Griesheim

In manchen Dingen ist Griesheim richtig gut. In anderen Bereichen ist noch deutlich Luft nach oben. Beim Anschluss an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt beides: Die Bereiche entlang der Wilhelm-Leuschner-Straße haben durch die Straßenbahn eine Erschließungsqualität, die kaum noch zu verbessern ist und weit über dem Durchschnitt der Republik liegt. Im Norden und Süden der Stadt sieht es aber ganz anders aus. Tausende Einwohner sind hier überhaupt nicht an das Netz von Bussen und Bahnen angeschlossen und zwar so viele wie nirgendwo sonst in der Region.

Wie ist der aktuelle Stand einzuordnen ? Und: Ist der Antrag zur Straßenbahnverlängerung im Stadtparlament geeignet, die Situation zu verbessern? Welche Alternativen gäbe es?

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Jeder sollte eine zweite Chaussee erhalten

Wenn man in Griesheim von der „Chaussee“ spricht, dann ist die nahezu schnurgerade Straße von Darmstadt nach Wolfskehlen gemeint, die Griesheim der Länge nach durchzieht und die in weiten Teilen offiziell Wilhelm-Leuschner-Straße heißt. Sie ist für die Zwiebelstadt Aushängeschild, Verkehrsmagistrale und Innenstadt zugleich.

Dabei gab es neben dieser Straße bis in die 1960er Jahre eine zweite Chaussee auf Griesheimer Stadtgebiet, die zumindest verkehrlich gesehen die bedeutendere war.

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Die kürzeste Straßenbahnlinie Deutschlands – Die Linie 9A

Zwischen 1960 und 1976 hatte Griesheim eine eigene Straßenbahnlinie: Die Linie 9A. Sie pendelte zwischen der Wagenhalle und der Endhaltestelle Schule (heute Platz-Bar-le-Duc) und war nur ca. 695m lang. Damit dürfte sie die kürzeste Straßenbahnlinie Deutschlands gewesen sein. Doch wie kam dieses Kuriosum zustande?

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