Zweiter Nordring

Schon seit vielen Jahren ist in Griesheim eine weitere nördliche Umgehungsstraße im Gespräch. Der jetzige Nordring ist verkehrlich überlastet und schafft es nicht mehr, die ihm zugedachten Aufgaben zu bewältigen. Seit langem wird über einen „Zweiten Nordring“ nachgedacht. Immer wieder taucht er in der Diskussion auf und verschwindet aber auch regelmäßig wieder.

Wie könnte so ein Zweiter Nordring verlaufen und was würde er bringen?

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Vier Kreuze

Zwei Autobahnkreuze, eine Kreuzung im Wald, ein Altstadtplatz und jede Menge Verbindungsstraßen und -wege.

Heute ist Sonntag, der 9.10.2016. Die Bürger der erstaunlichsten Stadt des Universums (Griesheim) haben heute die Möglichkeit, eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister zu bestimmen, die oder der ab 2017 die Geschicke der Stadt mitbestimmen wird. Meine Empfehlung an diejenigen unter Ihnen, die wahlberechtigt sind, lautet: Nutzen Sie die Chance und machen Sie ein Kreuz. Am besten an der Stelle auf dem Wahlzettel, die Sie für richtig halten.

An diesem hochpolitischen Tag will ich Sie aber darüberhinaus noch mit ein paar unpolitischen Informationen über Griesheim quälen – es geht um vier ganz andersartige Kreuze in und um Griesheim.

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Als Louis D. die Teilung Griesheims in Nord und Süd beschloss

Ohne es zu ahnen. Zur Geschichte und Lage der Wilhelm-Leuschner-Straße

Am letzten Wochenende haben die Griesheimer den Zwiebelmarkt gefeiert, natürlich auch auf der Wilhelm-Leuschner-Straße bzw. der „Chaussee“ oder einfach „Hauptstroß“, wie die kilomterlange Magistrale auch genannt wird. Bei solchen Festen zeigt sie sich dabei als verbindendes Element, als Stadtmitte. Dabei sorgt sie aber auch für eine Trennung Griesheims in Nord und Süd. Ein Blick in den Müllkalender macht dies dabei weniger deutlich, als das unnachahmliche Gefühl, wenn man an einer der Ampeln steht und erst nach Minuten des sinnlosen Wartens den anderen Teil der Stadt betreten darf.

Aber wieso verläuft die Chausse so schnurgerade mitten durch Griesheim? Wer hat das festgelegt?

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Von der Düne bleibt ein Sockel

Das Waldschlösschen auf seinem Sockel
Das Waldschlösschen auf seinem Sockel

Wenn sich die Natur verändert oder wenn der Mensch die Natur verändert, dann geschieht dies manchmal so radikal, dass nur noch einzelne Spuren auf das Verlorene hindeuten. In den Alpen etwa weisen viele Seen in langgestreckten Tälern (z.B. Lago Maggiore oder Comer See) auf die ehemals vorhandenen Gletscher hin. Die Klippen von Dover zeigen uns, dass nicht nur eine Mehrzahl der Engländer, sondern auch das anbrandende Meer die Briten von Europa getrennt hat.

Und in Griesheim zeigen das Waldschlösschen und einige benachbarte Häuser durch ihre merkwürdige Lage auf einem hohen Sockel, der ein bisschen ein Verkehrshindernis darstellt, dass hier die Landschaft ehemals ganz anders aussah als heute.

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Überlegungen zur Straßenbahnverlängerung im Griesheimer Westen

Zu meinem Artikel „Visionen für den westlichen Stadteingang“ gab es in letzter Zeit einige Fragen und Kommentare, die eine mögliche Verlängerung der Straßenbahn nach Westen betreffen. Tatsächlich ist das Thema Straßenbahn in meinem Text etwas kurz gekommen – einige Gedanken hierzu will ich daher hier nachtragen.

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Von der Stange ist nicht schlecht

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Ehemaliger Bahnhof Mainz-Bischofsheim

Im Gegenteil. Wir Architekten neigen ja dazu, für jedes Bauvorhaben die Welt neu zu erfinden um das Optimum für den Nutzer herauszuholen. Wir betrachten gerne jede Bauaufgabe als individuelles Kunstwerk. Meist machen wir das mit guten Absichten. Und sehr oft gelingt uns auch eine Lösung, mit der alle Seiten zufrieden sein können.

Manchmal ist es aber ratsam, Bekanntes zu modifizieren statt Unbekanntes zu erfinden. Die Erbauer der historischen Kathedralen haben das gewusst und so ist zum Beispiel die Gotik entstanden. Die aufeinander aufbauenden Bauvorhaben hatten also Stil. Und das ist ja auch nichts Schlechtes. Kann man bei Bahnhöfen also auch so machen…

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