Im Grund genommen teilt sich die Gruppe der Urlauber in zwei Gruppen: Es gibt die In-die-Berge-Fahrer und es gibt die Ans-Meer-Fahrer. In der Auswahl der jeweiligen Ziele gibt es innerhalb der Gruppen natürlich nochmal Unterschiede, manche fahren an die Nordsee, andere ans Mittelmeer. Die einen fahren in den Harz, die anderen in die Rocky Mountains.
Von jeder Regel gibt es natürlich Ausnahmen. Manche fahren abwechselnd in die Berge und dann ans Meer. Andere versuchen, eine klare konzeptionell eindeutige Entscheidung zu vermeiden und fahren an einen See in den Alpen, sei es der Vierwaldstättersee oder der Lago Maggiore. Ein ziemlich fauler Kompromiss…
Erstaunlich ist aber in beiden Fällen folgendes: die Vertreter beider Gruppen nehmen Geld in die Hand und verbrauchen wertvolle Urlaubszeit, um sich in eine Umwelt zu begeben, die sie zu Hause nicht haben. Warum sollte man sich also seine Heimat, in der man 95% seiner Zeit zubringt, nicht so gestalten, wie man sich das eigentlich wünscht?

Die gleichen Sitzmöbel finden sich übrigens auch im ältesten Teil der Stadt Bar-le-Duc, in Bar-la-Ville auf der rechten Seite des Flusses Ornain. Über römischen Spuren erhebt sich hier die Kirche Notre-Dame, die lange Zeit die einzige Pfarrkirche der Stadt war. Daneben steht das Touristenbüro. Und dazwischen kann man sitzen wie in Griesheim, bzw. richtiger: in Griesheim kann man sitzen wie in Frankreich.

