Griesheim an die Gracht

Im Grund genommen teilt sich die Gruppe der Urlauber in zwei Gruppen: Es gibt die In-die-Berge-Fahrer und es gibt die Ans-Meer-Fahrer. In der Auswahl der jeweiligen Ziele gibt es innerhalb der Gruppen natürlich nochmal Unterschiede, manche fahren an die Nordsee, andere ans Mittelmeer. Die einen fahren in den Harz, die anderen in die Rocky Mountains.

Von jeder Regel gibt es natürlich Ausnahmen. Manche fahren abwechselnd in die Berge und dann ans Meer. Andere versuchen, eine klare konzeptionell eindeutige Entscheidung zu vermeiden und fahren an einen See in den Alpen, sei es der Vierwaldstättersee oder der Lago Maggiore. Ein ziemlich fauler Kompromiss…

Erstaunlich ist aber in beiden Fällen folgendes: die Vertreter beider Gruppen nehmen Geld in die Hand und verbrauchen wertvolle Urlaubszeit, um sich in eine Umwelt zu begeben, die sie zu Hause nicht haben. Warum sollte man sich also seine Heimat, in der man 95% seiner Zeit zubringt, nicht so gestalten, wie man sich das eigentlich wünscht?

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Eine europäische Sitzgruppe

Auf dem Platz-Bar-le-Duc findet sich eine kleine Sitzgruppe gegenüber des Kochschulhauses. Sie ist ein Geschenk der Griesheimer Partnerstadt Bar-le-Duc in Frankreich. Das verspielte Design der Sitzgruppe zeigt uns die Gestaltungsfreude französischer Städteplaner und Gestalter, die gerade auch bei Verkehrsbauten zu bewundern ist. Insofern bietet uns Europa die Chance, auch unseren Nachbarn einmal über die Schulter zu schauen und positive Dinge auszutauschen.

IMG_7094Die gleichen Sitzmöbel finden sich übrigens auch im ältesten Teil der Stadt Bar-le-Duc, in Bar-la-Ville auf der rechten Seite des Flusses Ornain. Über römischen Spuren erhebt sich hier die Kirche Notre-Dame, die lange Zeit die einzige Pfarrkirche der Stadt war. Daneben steht das Touristenbüro. Und dazwischen kann man sitzen wie in Griesheim, bzw. richtiger: in Griesheim kann man sitzen wie in Frankreich.

Geschichte des Platzes Bar-le-Duc

Endstation Platz Bar-le-Duc in Griesheim

Der Platz Barl-le-Duc ist neben dem Hans-Karl-Platz, dem Georg-Schüler-Platz und dem Rathausplatz eine der großen Freiflächen der Griesheimer Innenstadt. Gleichzeitig stellt er als Endstation von den beiden Straßenbahnlinien und den drei Buslinien, die Griesheim ansteuern, den wichtigsten Punkt für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt dar. Außerdem stellt er das Bindeglied zwischen der Innenstadt im Osten und der Altstadt im Westen und Norden des Platzes dar. Den Platz gibt es in dieser Form allerdings erst seit den 1970er Jahren.
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Wo kommt eigentlich der ganze Sand her?

Griesheim ist buchstäblich auf Sand gebaut. Bis auf die Bereiche westlich der Pfützenstraße und der Oberndorferstraße, die dem hessischen Ried zuzuordnen sind, liegt die Stadt in einer Landschaft, die ehemals von Sanddünen geprägt war (und außerhalb des Stadtgebietes auch noch ist). Aber wo kommt der ganze Sand eigentlich her?

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Viele Griesheims

Griesheim-sur-Souffel
Griesheim-sur-Souffel

Viele Griesheimer werden auch das kennen: Auswärtige (und leider auch der ein oder andere Griesheimer selbst) bezeichnen unser Griesheim als Darmstadt-Griesheim. Das geht nun wirklich gar nicht! Meist will man eine Verwechslung mit Frankfurt-Griesheim vermeiden (daß allerdings tatsächlich Stadtteil des großen Nachbarn geworden ist). Ein bißchen besser ist die Bezeichnung als Griesheim bei Darmstadt (so hieß der Ort übrigens auch im Eisenbahndeutsch als es noch einen Bahnhof gab). Ganz nett, aber leider nicht hilfreich ist das bei der Post übliche „Griesheim Hess“, also Griesheim in Hessen, da ja das oben erwähnte Frankfurt-Griesheim seit 1946 auch zu Hessen und nicht mehr wie ganz Frankfurt zu Preußen gehört.
Gibt es denn eigentlich noch mehr Griesheims, mit denen Verwechslung droht?

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Zwei Landschaften – Zwei Ausflugstipps

In den Griesheimer Dünen
In den Griesheimer Dünen

Die Gemarkung von Griesheim gehört zu zwei Landschaften. Glauben Sie nicht? Ist aber so, auch wenn es tatsächlich nur sehr schwer zu erkennen ist, weil sie sich erst einmal optisch nicht so stark unterscheiden wie Berg und Tal. Zwei Landschaften – Zwei Ausflugstipps weiterlesen

Das alte Rathaus von Griesheim

Vor etwa 400 Jahren ist das alte Rathaus von Griesheim erbaut worden. Lange Zeit prägte es die alte Ortsmitte mit seiner besonderen Architektur. Ergänzend zum letzten Artikel sollen hier in kompakter Form nochmal ein paar Informationen zum alten Rathaus und einige alte Bilder zusammengestellt werden.

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Altes Rathaus rettet Zöllerhannes.

Ein Plädoyer für eine städtebaulich angemessene Lösung

Vor einigen Tagen gab es gute Neuigkeiten aus dem Rathaus: Die Stadt wird das Grundstück erwerben, das nördlich an das Bürgerhaus „Zöllerhannes“ anschließt. Dies ermöglicht eine ganze Reihe an Möglichkeiten – und zwar deutlich mehr, als in der Pressemitteilung genannt werden. Die Stadt gelangt somit in den Besitz einer Fläche, die jahrhundertelang schon in öffentlichem Besitz war. Ursprünglich stand hier nämlich das historische Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, das leider nach starken Kriegszerstörungen nach 1945 abgebrochen wurde. Die Lücke, die es hinterließ, wurde bis heute nicht geschlossen. Statt nun aber mit einem großen Parkplatz eine noch größere Bresche in diesen historischen Bereich Griesheims zu schlagen, sollte hier eine städtebaulich sinnvolle Lösung gesucht werden – und das ist der Wiederaufbau des alten Rathauses. Neben dem Heilen der Kriegswunde und dem Anknüpfen an die Griesheimer Geschichte können dadurch alle funktionalen Mängel am Zöllerhannes behoben und das Bürgerhaus so endlich zukunftsfähig gemacht werden.

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