Auf Schienen über den Rhein

Griesheim ist an das Schienennetz der Darmstädter Straßenbahn angeschlossen. Diese bietet aber ausschließlich Fahrten in Richtung Osten an, zumindest außerhalb von Streikzeiten. In Richtung Westen gibt es vier Buslinien, sie fahren z.B. nach Gernsheim, nach Riedstadt, nach Groß-Gerau oder nach Rüsselsheim. Über den Rhein führt keine von ihnen. Man kann lediglich von einer Haltestelle in Geinsheim  oder in Gernsheim eine Rheinfähre zu Fuß erreichen – einen ordentlichen Fußmarsch voraus gesetzt. Dabei war vor mehr als 100 Jahren sogar eine Schienenverbindung von Griesheim nach Rheinhessen im Gespräch.

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Vortrag zum Schießplatz

In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe der TUD „Talk im Tower“ werden am 17. Januar um 18 Uhr im Tower auf dem ehemaligen August-Euler-Flugplatz Gabriele Winter und Daniel Jünger nochmals den Vortrag „Der Griesheimer Schießplatz – Wie sich die große Geschichte auf einen kleinen Ort auswirkt“ halten.

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Das Griesheimer Kriegsgefangenenlager

1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Als solcher wurde er bezeichnet, da er das erste militärische Ereignis in der Weltgeschichte war, das nahezu auf allen Kontinenten stattfand und neben den tragischen Ereignissen an den unterschiedlichen Fronten auch Auswirkungen auf das zivile Leben im Hinterland der kriegsführenden Nationen hatte.

Obwohl in Südhessen keine Schlacht stattfand, war der Krieg hier doch präsent. Viele Männer wurden zum Militär einberufen, in Griesheim alleine über 1.400 Personen, von ihnen kamen 165 nicht mehr zurück. Auf dem Schießplatz auf dem Griesheimer Sand wurden nicht nur die Einrichtungen der Militärflieger ausgebaut, es wurde auch ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.

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Die vergessene Eisenbahnstrecke nach St. Stephan

Das Griesheimer Stadtgebiet wurde einst von drei voneinander unabhängige Bahnstrecken erschlossen. Von ihnen ist bis heute nur noch die schmalspurige Straßenbahnstrecke erhalten. Anfang der 1990er Jahre wurden im Norden der Stadt der Rest der einstigen normalspurigen Bahnstrecke von Darmstadt über Griesheim nach Worms abgebaut.

Dass es aber noch eine dritte Eisenbahntrasse nach Griesheim gab, ist dagegen in Vergessenheit geraten.

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Chamäleon

Seit einigen Wochen schon ist der Supermarkt in der Griesheimer Innenstadt geschlossen. Es steht ein Wandel an. In absehbarer Zeit wird das flache Marktgebäude abgebrochen werden um Platz zu machen für das sogenannte Innenstadtprojekt. Ein mehrgeschossiger Komplex aus Wohn- und Geschäftshäusern wird dann errichtet. Diese Baumaßnahme wird der vorläufige Endpunkt einer Reihe von Veränderungen sein, die das Grundstück in den letzten eineinhalb Jahrhunderten erlebt hat.

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Griesheim, Kreis Groß-Gerau

Nein, keine Angst. Zum 1. Januar wird Griesheim nicht umgemeindet, es bleibt Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Griesheim war aber im Laufe der Geschichte meist mehr auf Groß-Gerau ausgerichtet als auf Darmstadt, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass Griesheim viele Jahre zum Kreis Groß-Gerau und dessen Vorläufern gehörte, zuletzt in den 1920er Jahren.

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Jede Menge Bahnen

Dritter Teil des Griesheim-Erklär-Comics

Griesheim ist eine ausgeprochene Straßenbahnstadt. Die meist orange-weiß-blauen Bahnen prägen das Bild der Stadt, stellen eine Verbindung im Sieben-Minuten-Takt nach Darmstadt und zu dessen Hauptbahnhof her. Für viele Zugezogene war die Bahn dabei ein wichtiges Kriterium für die Wahl Griesheims als ihren Wohnort.

Die meterspurige elektrische Straßenbahn ist derzeit das einzige schienengebundene Verkehrsmittel in der Stadt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber: Es gab in Griesheim nicht nur eine, sondern viele verschiedene Bahnsysteme bzw. Strecken. Und ein Blick in die Zukunft zeigt: Es wird womöglich ein weiteres System hinzukommen.

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Straßennamen in einer dunklen Zeit

Straßennamen geben immer einen Einblick in die Geschichte. Manche erinnern an längst vergessene Bauten, an bestimmte Ereignisse und natürlich an historische Personen.  Nicht immer sind die Namen glücklich gewählt, denn jeder Mensch hat seine guten und schlechten Seiten. Man sollte eine Straßenbenennung deshalb sicher nicht als Heiligsprechung interpretieren,  sondern als Einladung, sich mit der benannten Person einmal genauer zu beschäftigen. Das Namensschild wird damit gewissermaßen zu einem „Denkmal“ im wortwörtlichen Sinne. Aber auch diese Auffassung hat ihre Grenzen – aus wirklich guten Gründen sind die Straßenumbenennungen im sogenannten Dritten Reich nach dessen Zusammenbruch wieder rückgängig gemacht worden.

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