Darmstadt hat abgesagt, doch Griesheim springt ein: Gleich zwei Jahre nach der geplanten und nun gestrichenen Schau in der großen Nachbarstadt folgt die Hessische Landesgartenschau 2024 in Griesheim! Das wär doch mal was…
Kategorie: Griesheim
In welcher Liga spielen wir eigentlich?
Wenn man ein bißchen über den Tellerrand hinausschauen möchte, sollte man wissen, wohin man dann schauen könnte. Ein Kriterium der Vergleichbarkeit bei Städten kann die Einwohnerzahl sein.
Griesheim hat etwa 28.000 Einwohner.
Ist das viel oder ist das wenig? Wie so manches ist das natürlich relativ. Mit 28.000 Einwohnern wäre man in manch einer ländlichen Region schon Kreisstadt und Oberzentrum. In einem Ballungsraum wie dem Rhein-Main-Neckar-Raum dagegen ist man dagegen eher eine Stadt unter vielen.
Trotzdem sind die folgenden Tabellen ganz interessant, um Griesheim im Vergleich zu anderen Orten ein bißchen einordnen zu können.
Das karolingische Griesheim (Ausflug nach Lauresham / Lorsch)
Ich denke jeder von Ihnen, sehr verehrte Leserschaft, fragt sich beinahe täglich: Wie um alles in der Welt sah eigentlich Griesheim in der karolingischen Zeit aus?
Diese Frage kann nun wirklich sehr anschaulich beantwortet werden. Alles was man tun muß, ist, sich nach Lorsch, genauer gesagt nach Lauresham, zu begeben.
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Nach Pfungstadt über Umwege
Die Pfungstädter Straße und der Schießplatz
Wer heute mit dem Auto von Griesheim nach Pfungstadt will, nutzt wahrscheinlich die Landesstraße 3303. Der Weg führt dabei vom Griesheimer Südkreisel (vorbei an den unsichtbaren Gräberfeldern der Frankenzeit) aber erstmal Richtung Eschollbrücken. Am Wasserwerk muss dann eine 90°-Kurve Richtung Osten genommen werden, bevor man dann kurz vor dem Pfungstädter Kreuz erstmals Kurs Richtung Pfungstadt nimmt.
Warum nimmt die aktuelle Straße eigentlich nicht den direkten Weg?
Der Schießplatz
In der Griesheimer Südgemarkung (die seit 1937 größtenteils zu Darmstadt gehört) wurde von 1874 bis in die 1920er Jahre geschossen. Geübt wurde damals mit Artilleriegeschützen die von der heutigen Autobahn bis fast nach Goddelau / Wolfskehlen schießen konnten. Noch heute kann man in diesen Bereichen gefährliche Hinterlassenschaften aus der Schießplatzzeit finden (von denen man aber in jedem Fall die Finger lassen muss).
Griesheim um 1250

Ausgehend von den Überlegungen zum Standort einer Burg in Griesheim (bitte lesen Sie hier) könnte man sich Griesheim um 1200 etwa so vorstellen, wie oben dargestellt. Wir schauen von Südost nach Nordwest.
Jeder sollte eine zweite Chaussee erhalten
Wenn man in Griesheim von der „Chaussee“ spricht, dann ist die nahezu schnurgerade Straße von Darmstadt nach Wolfskehlen gemeint, die Griesheim der Länge nach durchzieht und die in weiten Teilen offiziell Wilhelm-Leuschner-Straße heißt. Sie ist für die Zwiebelstadt Aushängeschild, Verkehrsmagistrale und Innenstadt zugleich.
Dabei gab es neben dieser Straße bis in die 1960er Jahre eine zweite Chaussee auf Griesheimer Stadtgebiet, die zumindest verkehrlich gesehen die bedeutendere war.
Standort gesucht

Nein, keine Angst. Hier geht es ausnahmsweise nicht um die Standortsuche für ein neues Feuerwehrhaus oder eine Grundschule in Griesheim. Hier haben Sie den 8. und letzten Teil der kleinen Serie über Griesheim im Hochmittelalter und eine mögliche Griesheimer Burg vor sich.
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Die kürzeste Straßenbahnlinie Deutschlands – Die Linie 9A
Zwischen 1960 und 1976 hatte Griesheim eine eigene Straßenbahnlinie: Die Linie 9A. Sie pendelte zwischen der Wagenhalle und der Endhaltestelle Schule (heute Platz-Bar-le-Duc) und war nur ca. 695m lang. Damit dürfte sie die kürzeste Straßenbahnlinie Deutschlands gewesen sein. Doch wie kam dieses Kuriosum zustande?
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Wie man aus Sch… Gold macht
Früher war dieses oder jenes besser – diese Aussagen hört man gelegentlich. Dabei stimmt das in den meisten Fällen nicht, wie Max Roser von der Universität Oxford zeigt.
In mindestens einem Punkt waren uns die alten Griesheimer aber dann doch deutlich voraus. Denn sie beherrschten die Alchimie, die Kunst, Gold herzustellen. Und als ob das an sich nicht schon ungeheuerlich genug wäre, nutzen sie als Ausgangsstoff auch noch den Stoff, der wohl als das Gegenteil des edelsten Metalles gesehen werden kann.
