Am nördlichen Ende der Bahnhofstraße stand früher der Bahnhof von Griesheim. Das schöne Gebäude wurde leider im Zweiten Weltkrieg zerstört. Wie aber der Bahnhof heute aussehen könnte, wenn er denn noch stünde, das sehen Sie hier.
Kategorie: Orte
Der Trick mit dem Turm
Das Darmstädter Schloß ist von einer Vielzahl von städtebaulichen Situationen und Gebäuden mit unterschiedlichster Nutzung umgeben. Es wurde in den Zeiten, als Darmstadt noch Landeshauptstadt war, einmal gesagt, diese Schloßumgebung würde Hessen im Kleinen wiedergeben. Der Markt würde demnach für die Wirtschaft stehen, die Wohnhäuser für die Bevölkerung, das Rathaus für die Kommunen, das ehemaligen Theater für die Kunst und das Museum für die Wissenschaft.
Tatsächlich ist dies zwar eine nette Interpretation, entstanden ist die Situation natürlich ganz anders.
Die nördliche und die östliche Nachbarschaft des Schlosses ist heute geprägt durch individualistische Einzelbauten, die sich architektonisch immer ein bißchen in der Vordergrund spielen wollen. Das Museum, das Theater (bzw. heute Archiv), das Hotel, die Universität und das Darmstadtium wurden in verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Stilen errichtet. Größe, Funktion und Anspruch des jeweiligen Architekten bedurften dabei keines Eingehens auf die Nachbarschaft. Oder doch?
Die Dünenfestung, Teil 2
Vor einigen Tagen hatte ich abends die Gelegenheit, einen kleinen Schlenker in die Griesheimer Dünen zu unternehmen. Einer der letzten Artikel handelte ja bereits von der dortigen Übungsfestung, von der laut Luftbild noch Reste erhalten sind. Vor Ort war ich überrascht, wie gut man die Anlage noch erkennen kann.
Ein bißchen Schwarz-Weiß-Malerei
Was hat Weiterstadt, was Griesheim nicht hat?
…grübel….grübel…grübel… denken Sie mal an den letzten Artikel…grübel…ach ja!
„Die abenteuerlustigsten Gallier…“
Griesheim im Dekumatenland
Vor etwa 1.900 Jahren lag das Griesheimer Stadtgebiet irgendwo im nirgendwo. Einige Kilometer westlich lag das Römische Reich, das sich bis an den Rhein ausgebreitet hatte. Viel weiter östlich und nördlich lagen die Herrschaftsgebiete derjenigen Völker, die die Griechen und Römer als Germanen bezeichneten. Das Gebiet dazwischen, Dekumatenland genannt, war teilweise menschenleer, teilweise von Kelten und Germanen, aber anscheinend auch von vielen Abenteurern besiedelt.
Von der Stange ist nicht schlecht

Im Gegenteil. Wir Architekten neigen ja dazu, für jedes Bauvorhaben die Welt neu zu erfinden um das Optimum für den Nutzer herauszuholen. Wir betrachten gerne jede Bauaufgabe als individuelles Kunstwerk. Meist machen wir das mit guten Absichten. Und sehr oft gelingt uns auch eine Lösung, mit der alle Seiten zufrieden sein können.
Manchmal ist es aber ratsam, Bekanntes zu modifizieren statt Unbekanntes zu erfinden. Die Erbauer der historischen Kathedralen haben das gewusst und so ist zum Beispiel die Gotik entstanden. Die aufeinander aufbauenden Bauvorhaben hatten also Stil. Und das ist ja auch nichts Schlechtes. Kann man bei Bahnhöfen also auch so machen…
Prinz Heinrich
oder: Das Ende der Unschuld der Fliegerei
Der prominenteste Absolvent von August Eulers Flugschule war Prinz Heinrich von Preußen. Den Modebewussten unter uns ist er als Namensgeber der nach ihm benannten Prinz-Heinrich-Mütze bekannt. Die Geschichtsinteressierten werden ihn eher als den jüngeren Bruder des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. kennen. Prinz Heinrich hielt sich allerdings aus der Politik heraus, was seinem Bruder auch gut zu Gesicht gestanden hätte. Leider teilte er aber mit Wilhelm die Begeisterung für das Militär: Er baute die deutsche Marine vor dem Ersten Weltkrieg mit auf, war Großadmiral und Kommandeur der Ostseeflotte. Auch erkannte er früh die Bedeutung der jungen Technik der Fliegerei für die künftige Kriegsführung. Der Aufenthalt Prinz Heinrichs in Eulers Flugschule markiert daher leider indirekt das Ende der Unschuld der Fliegerei.
Alles hat ein Ende…
…nur Griesheim hat Mehrere. Und ständig Neue.
Griesheim wächst und wächst und wächst. Das muss doch eines Tages einmal ein Ende haben… Das haben sich die Griesheimer schon mehrfach gedacht. Und sie haben diese Gedanken in die Straßennamen einfließen lassen. Es hat sich aber immer wieder gezeigt, dass diese vermeintlichen Schlusspunkte schon nach kurzer Zeit überholt waren.
Visionen für den westlichen Stadteingang
Nach dem Schreckensszenario im letzten Artikel soll nun gezeigt werden, dass sich Stadtplanung wirklich lohnen kann! Visionen für den westlichen Stadteingang weiterlesen
Eine „vernünftige“ Lösung für die Goldene Insel und das Nikolosehaus ?
Die beiden Artikel zuvor waren der erste und zweite Teil eines Vortrages, den ich am 28.7.16 gehalten habe. Im dritten Teil, den Sie hier nun vor sich haben, soll sich mit einem konkreten Beispiel beschäftigen, nämlich mit der „Goldenen Insel“ bzw. dem Riedhof. Ich möchte einmal zeigen, wie sich die Situation ohne übergeordnete Planung entwickeln könnte, rein vernunftsorientiert. Vorab sei schon verraten: Es wird unschön.
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