Von den Dutzenden Gebäuden des Schießplatzes sind bis heute nur noch sehr wenige erhalten. Doch auch deren Tage sind wahrscheinlich gezählt.
Kategorie: Geschichte
Das karolingische Griesheim (Ausflug nach Lauresham / Lorsch)
Ich denke jeder von Ihnen, sehr verehrte Leserschaft, fragt sich beinahe täglich: Wie um alles in der Welt sah eigentlich Griesheim in der karolingischen Zeit aus?
Diese Frage kann nun wirklich sehr anschaulich beantwortet werden. Alles was man tun muß, ist, sich nach Lorsch, genauer gesagt nach Lauresham, zu begeben.
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Nach Pfungstadt über Umwege
Die Pfungstädter Straße und der Schießplatz
Wer heute mit dem Auto von Griesheim nach Pfungstadt will, nutzt wahrscheinlich die Landesstraße 3303. Der Weg führt dabei vom Griesheimer Südkreisel (vorbei an den unsichtbaren Gräberfeldern der Frankenzeit) aber erstmal Richtung Eschollbrücken. Am Wasserwerk muss dann eine 90°-Kurve Richtung Osten genommen werden, bevor man dann kurz vor dem Pfungstädter Kreuz erstmals Kurs Richtung Pfungstadt nimmt.
Warum nimmt die aktuelle Straße eigentlich nicht den direkten Weg?
Der Schießplatz
In der Griesheimer Südgemarkung (die seit 1937 größtenteils zu Darmstadt gehört) wurde von 1874 bis in die 1920er Jahre geschossen. Geübt wurde damals mit Artilleriegeschützen die von der heutigen Autobahn bis fast nach Goddelau / Wolfskehlen schießen konnten. Noch heute kann man in diesen Bereichen gefährliche Hinterlassenschaften aus der Schießplatzzeit finden (von denen man aber in jedem Fall die Finger lassen muss).
Buxbaum-Karten
Im Artikel über den Standort der Burg wurde auf eine alte Flurbezeichnung hingewiesen. Diese können in vielerlei Hinsicht Hinweise auf die Ortsgeschichte geben. So existiert in Eschollbrücken ein Flurstück, daß auf den nicht mehr sichtbaren Burgenstandort hinweist. Bei Groß-Gerau erinnert ein Flurstück auf der „Steinern Straße“ auf den nicht mehr erkennbaren Verlauf der Römerstraße Mainz-GG. Weil die Flurnamen also so wertvoll sind und im Zuge von Flurbereinigungen aber immer mehr Bezeichnungen verloren gehen, hat der ehem. Stadtbaumeister von Darmstadt Buxbaum dies in fein säuberlich mit der Hand gezeichneten Karten vor 100 Jahren festgehalten. Die Karten, die auch Griesheim beinhalten, finden Sie hier.
Griesheim um 1250

Ausgehend von den Überlegungen zum Standort einer Burg in Griesheim (bitte lesen Sie hier) könnte man sich Griesheim um 1200 etwa so vorstellen, wie oben dargestellt. Wir schauen von Südost nach Nordwest.
Jeder sollte eine zweite Chaussee erhalten
Wenn man in Griesheim von der „Chaussee“ spricht, dann ist die nahezu schnurgerade Straße von Darmstadt nach Wolfskehlen gemeint, die Griesheim der Länge nach durchzieht und die in weiten Teilen offiziell Wilhelm-Leuschner-Straße heißt. Sie ist für die Zwiebelstadt Aushängeschild, Verkehrsmagistrale und Innenstadt zugleich.
Dabei gab es neben dieser Straße bis in die 1960er Jahre eine zweite Chaussee auf Griesheimer Stadtgebiet, die zumindest verkehrlich gesehen die bedeutendere war.
Standort gesucht

Nein, keine Angst. Hier geht es ausnahmsweise nicht um die Standortsuche für ein neues Feuerwehrhaus oder eine Grundschule in Griesheim. Hier haben Sie den 8. und letzten Teil der kleinen Serie über Griesheim im Hochmittelalter und eine mögliche Griesheimer Burg vor sich.
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Wie so ein Ortsherr wohnt – Beispiel Amorbach

Griesheim im Hochmittelalter, Teil 7
Ein Vertreter einer Turmburg bzw. eines Wohnturmes, wie wir sie in den Artikeln über Holzheim und Eschelbronn gesehen haben, hat sich doch erhalten. Das sogenannte Templerhaus in Amorbach.
Wie so ein Ortsherr wohnt – Beispiel Eschelbronn
Griesheim im Hochmittelalter, Teil 6
Die Ausgrabung in Holzheim hat sehr schön gezeigt, wie sich das Ende der Villikationswirtschaft baulich auswirkt: Ein eher landwirtschaftlich geprägter Hof entwickelt sich zu einer Formform der Burgen, wie wir sie heute mit dem Mittelalter verbinden.
Anhand des Beispieles der Burg von Eschelbronn im Kraichgau zeigen sich auch sehr schön viele weitere Zwischenschritte auf dem Weg zur Burg.
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