Südhessen, die Wetterau und der Rheingau gehörten etwa ab dem Jahr 115-120 zum römischen Staatsgebiet. Schon vorher hatte die antike Supermacht Einflüsse im Vorfeld von Mainz geltend gemacht. Bis zum Fall des Limes etwa im Jahr 260 entstanden neben diversen Siedlungen auch zahlreiche einzeln liegende Höfe. Die weitaus meisten dienten als landwirtschaftliche Betriebe mit bescheidener Ausstattung. So ein Hof wird als Villa Rustica bezeichnet. Einige von ihnen besassen zwar eine Fußbodenheizung oder sogar eigene Badeanlagen.
Bei ganz wenigen Villen wurden Ausstattungen gefunden, die auf einen großen Reichtum des Besitzers und den damit verbundenen Luxus hinweisen. Ein einzigartiges Beispiel ist hier ein Mosaik, das man sowohl im Landesmuseum in Darmstadt als auch in Bad Vilbel bewundern kann.


Das ständige Austragen von Fehden, das Leben auf Kosten von anderen, die Teilnahme an Kreuzzügen oder ganz plumpe Machtspielchen stellen sicherlich keine Kunstform dar. Trotzdem haben sich die Angehörigen mittelalterlicher Adelsfamilien oder auch (eigentlich nichtadlige) Ortsherren ähnlich fantasievolle Namen gegeben wie Jahrhunderte später Varietékünstler. Natürlich hatte dies auch damit zu tun, dass Nachnamen noch nicht fest vergeben waren.