Gefährdete Bauten mit Geschichte

Das Griesheimer Stadtbild lässt kaum erahnen, dass der Ort eine lange und recht spannende Geschichte aufweisen kann. Aus der römischen und fränkischen Epoche ist kein Gebäude erhalten geblieben, auch das Mittelalter ist bis auf einige Bauteile an der Lutherkirche nicht mehr sichtbar vertreten. Die wenigen historischen Gebäude stammen meist aus dem 19. Jahrhundert. Nur wenig ist aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Gerade angesichts der geringen Zahl an Baudenkmalen ist es dabei erstaunlich, dass einige dieser baulichen Zeitzeugen das nächste Jahr oder zumindest das übernächste nicht überdauern werden.

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Von Erfurt nach Griesheim

Im Foyer des Griesheimer Stadtparlamentes gibt es eine Reihe von Porträtfotos, die ehemalige Bürgermeister des Ortes zeigen. Die Reihe ist nicht vollständig, sie zeigt nur Amtsinhaber aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Auch der Bürgermeister der NSDAP, der von 1938 bis 1945 im Amt war, ist aus guten Gründen nicht abgebildet, bemerkenswerterweise aber sein Vorgänger, Philipp Wilhelm Feldmann, Bürgermeister von 1930 bis 1938, der also auch während der Naziherrschaft ab 1933 amtierte.

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Flugzeuge – Made in Griesheim

Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.

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Erhaltenswerte Bauten in Griesheim

Im letzten Artikel waren alle Gebäude aufgeführt, die gemäß der Denkmaltopographie von 1988 unter Denkmalschutz stehen. Aus heutiger Sicht- immerhin sind fast 30 Jahre vergangen, muss festgestellt werden – dass die dort gezeigte Liste zu ergänzen ist. Aus meiner Sicht sollten die folgenden Bauten ebenfalls für die Nachwelt gesichert werden.

(Dieser Artikel wurde am 15.02.2017 um weitere Bauten ergänzt, s. unten.)

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Das doppelte Brückchen

Eine der landschaftlich interessantesten Stellen in der Griesheimer Umgebung ist die Gegend um die „Hohe Brücke“. Sie liegt nordwestlich der Stadt, ziemlich genau an der Stelle, an der sich die Gemarkungen der drei Städte Groß-Gerau, Riedstadt und Griesheim treffen. In dichten Wäldern, an Kanälen, neben Feuchtgebieten, auf Wiesen und Feldern ist man dort gefühlt fernab der Zivilisation. Im wahrsten Sinne des Wortes sagen sich dort Fuchs und Hase  Gute Nacht. Die Hohe Brücke selbst ist ein Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich war sie nicht das einzige Bauwerk in der Gegend, sie hatte eine Schwester: eine zweite Brücke stand wenige Meter weiter nördlich.

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Liste der Baudenkmäler in Griesheim

Griesheim hat eine reiche und (wenn man etwas genauer hinschaut) auch eine ganz interessante Geschichte. Leider haben Kriege und die Modernisierungen der letzten Jahrzehnte viele bauliche Zeitzeugen verschwinden lassen. Trotzdem gibt es einige Gebäude, die nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz geschützt sind. Welche das sind, lesen Sie hier.

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Das Haus des Kapitäns

Vor 400 Jahren kam ein Kapitän nach Griesheim, und das, obwohl es im Stadtgebiet ja keinerlei Häfen oder nennenswerte Gewässer gibt. Tatsächlich trug er kurioserweise nicht unwesentlich dazu bei, das wenige sichtbare Oberflächenwasser im Ort noch weiter zu reduzieren. Ein ungewöhnliches Haus erinnerte noch lange Zeit an diesen wasserlosen Kapitän.

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Auf Schienen über den Rhein

Griesheim ist an das Schienennetz der Darmstädter Straßenbahn angeschlossen. Diese bietet aber ausschließlich Fahrten in Richtung Osten an, zumindest außerhalb von Streikzeiten. In Richtung Westen gibt es vier Buslinien, sie fahren z.B. nach Gernsheim, nach Riedstadt, nach Groß-Gerau oder nach Rüsselsheim. Über den Rhein führt keine von ihnen. Man kann lediglich von einer Haltestelle in Geinsheim  oder in Gernsheim eine Rheinfähre zu Fuß erreichen – einen ordentlichen Fußmarsch voraus gesetzt. Dabei war vor mehr als 100 Jahren sogar eine Schienenverbindung von Griesheim nach Rheinhessen im Gespräch.

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Karoline und Friedrich – Stationen der Liebe

Die vor einigen Tagen hier gezeigte Liebesgeschichte von Karoline Seitz und Prinz Friedrich wirkt märchenhaft, dabei hat sich das Ganze tatsächlich so zugetragen. Die Orte der Handlung kann man heute noch besichtigen, viele Schauplätze sind noch erhalten, andere verändert.

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