Wie die Lilien zur Lilie gekommen sind

Der Fußball hat viele Fans, er ist die mit Abstand beliebteste Sportart in unserem Land. Doch es gibt einige, die „König Fußball“ so gar nichts abgewinnen können, sie sehen in diesem Sport sogar das Gegenteil von Kultur.

Dabei stimmt das gar nicht. Nehmen wir doch einmal das Wappen vom SV Darmstadt 98, hinter dem nicht nur Stadt- und Regionalgeschichte, sondern sogar Religionsgeschichte stehen.

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Ein kleiner Schritt zur Stadtwerdung, ein großer Schritt für Griesheim

Für alle Leser, die nicht aus Griesheim sind, oder die gerne den Artikel ohne Kürzungen lesen möchten: Lesen Sie hier die Ursprungsfassung des Artikels, der heute im Zwiebelmarkt-Kurier erschienen ist.

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Diese Rekonstruktion zeigt des Zustand Griesheims, wie er sich Anfang des 14. Jahrhunderts dargestellt haben mag. Die Dreiecke erlauben einen Vergleich mit dem Luftbild (s.u.) von heute.

Griesheim wurde 1165 zu ersten Mal erwähnt und 1965 zur Stadt. An beide Ereignisse haben wir letztes Jahr in Griesheim mit einer Jubiläumsfeier erinnert. Jetzt, ein Jahr später, kann aber verraten werden: Griesheim ist deutlich älter als 850 Jahre und die Stadtwerdung hat schon vor mehr als 50 Jahren begonnen.

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Die Burg vom Burghof

IMG_4723Südwestlich von Griesheim liegt der Burghof, bereits auf Riedstädter Gebiet. Trotz des vielversprechenden Namens wird man dort leider nicht fündig, wenn man nach historischen Mauern sucht.

Wenn man sich allerdings für Pferde interessiert oder gar ein Freund das Reitsports ist, dann ist man dort gut aufgehoben.

Aber woher kommt dann der Name?

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686 Jahre Stadtrechte für Darmstadt

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Das älteste erhaltene Stadtwappen Darmstadts in der Turmhalle der Stadtkirche. Der Löwe steht für die Katzenelnbogener Stadtherren, die Lilie symbolisiert die Jungfrau Maria, der die Stadtkirche in katholischen Zeiten geweiht war.

Heute vor 686 Jahren verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht für den Ort Darmstadt an den Grafen Wilhelm I. von Katzenelnbogen. Darmstadt wurde damit noch im Mittelalter gegründet. 1330 war die große Phase der Stadtgründungen aber eigentlich schon vorbei. Zum Thema Stadtgründung Darmstadt werde ich eines Tages noch etwas schreiben – Fakt ist aber, das das ganze Projekt zunächst nicht so richtig funktionierte. Die im 14. Jahrhundert wütende Pest und die große Erweiterung der Stadt Frankfurt verhinderte eine schnelle Besiedlung. Eigentlich erst im 19. Jahrhundert fruchtete die Stadtgründung und aus dem bescheidenen Städtchen wurde in Großstadt. Der zweite Weltkrieg hat die Darmstädter Altstadt vollständig verschwinden lassen. Sie wurde nicht wiederaufgebaut, nichteinmal der Grundriss lässt sich heute ohne weiteres im Stadtbild nachvollziehen.

Gibt es den heute noch Spuren der mittelalterlichen Stadt?

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706 Jahre Stadtrechte in Ober-Ramstadt

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Alter Ortskern in Ober-Ramstadt: Im Vordergrund das Alte Rathaus (heute Museum), im Hintergrund die Evangelische Kirche

Heute vor 706 Jahren verlieh Kaiser Heinrich VII. das Stadtrecht für den Ort Ober-Ramstadt an den Grafen Eberhard I. von Katzenelnbogen. Ober-Ramstadt ist als Stadt damit 20 Jahre älter als Darmstadt, das heute die mit Abstand wichtigste Stadt in Südhessen ist.

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10 Dinge, die Sie über die Grafen von Katzenelnbogen immer schon wissen wollten

Die Grafen von Katzenelnbogen beherrschten spätestens ab der Übernahme der Herrschaft Dornberg Teile Südhessens, wahrscheinlich auch Griesheim. In der nächsten Zeit werden sie hier in diesem Blog öfter mal vorkommen, deshalb sollen Sie jetzt ein bißchen mehr über diese Herrschaften erfahren. Aus Zeitgründen – ich kann nicht so lange schreiben und Sie wollen nicht so viel lesen – werde ich das Ganze in 10 Häppchen zusammenfassen. Wenn Sie der Meinung sind, daß das so nicht geht oder die ein oder andere Info noch ergänzt sehen wollen: Nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion!

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Machtwechsel

Burg Dornberg (Groß-Gerau) mit Ritter
Burg Dornberg (Groß-Gerau) mit Ritter

Wenn die bisherige Macht erschüttert wird oder ein Machtwechsel absehbar wird, stellt sich für die Personen aus der bisherigen zweiten Reihe die Frage, ob sie sich am Machtwechsel beteiligen (man nennt sie dann „Königsmörder“), ob sie in der Versenkung verschwinden oder ob sie rechtzeitig zur Opposition überlaufen. In Großbritannien konnte man dies heute nachmittag beobachten. Fairerweise muss man zugeben, dass der dortige Machtwechsel recht humorvoll und friedlich abgelaufen ist, typisch englisch eben.

Vor etwa 760 Jahren war dies in unserer Region ein bißchen anders…

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Mittelalterliche Künstlernamen

Feudales PolitiktheaterDas ständige Austragen von Fehden, das Leben auf Kosten von anderen, die Teilnahme an Kreuzzügen oder ganz plumpe Machtspielchen stellen sicherlich keine Kunstform dar. Trotzdem haben sich die Angehörigen mittelalterlicher Adelsfamilien oder auch (eigentlich nichtadlige) Ortsherren ähnlich fantasievolle Namen gegeben wie Jahrhunderte später Varietékünstler. Natürlich hatte dies auch damit zu tun, dass Nachnamen noch nicht fest vergeben waren.

Auch bei Herrschern, die in Griesheim oder Umgebung aktiv waren können wir das beobachten.

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