Das Griesheimer Kriegsgefangenenlager

1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Als solcher wurde er bezeichnet, da er das erste militärische Ereignis in der Weltgeschichte war, das nahezu auf allen Kontinenten stattfand und neben den tragischen Ereignissen an den unterschiedlichen Fronten auch Auswirkungen auf das zivile Leben im Hinterland der kriegsführenden Nationen hatte.

Obwohl in Südhessen keine Schlacht stattfand, war der Krieg hier doch präsent. Viele Männer wurden zum Militär einberufen, in Griesheim alleine über 1.400 Personen, von ihnen kamen 165 nicht mehr zurück. Auf dem Schießplatz auf dem Griesheimer Sand wurden nicht nur die Einrichtungen der Militärflieger ausgebaut, es wurde auch ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.

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Griesheim, Kreis Groß-Gerau

Nein, keine Angst. Zum 1. Januar wird Griesheim nicht umgemeindet, es bleibt Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Griesheim war aber im Laufe der Geschichte meist mehr auf Groß-Gerau ausgerichtet als auf Darmstadt, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass Griesheim viele Jahre zum Kreis Groß-Gerau und dessen Vorläufern gehörte, zuletzt in den 1920er Jahren.

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Jede Menge Bahnen

Dritter Teil des Griesheim-Erklär-Comics

Griesheim ist eine ausgeprochene Straßenbahnstadt. Die meist orange-weiß-blauen Bahnen prägen das Bild der Stadt, stellen eine Verbindung im Sieben-Minuten-Takt nach Darmstadt und zu dessen Hauptbahnhof her. Für viele Zugezogene war die Bahn dabei ein wichtiges Kriterium für die Wahl Griesheims als ihren Wohnort.

Die meterspurige elektrische Straßenbahn ist derzeit das einzige schienengebundene Verkehrsmittel in der Stadt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber: Es gab in Griesheim nicht nur eine, sondern viele verschiedene Bahnsysteme bzw. Strecken. Und ein Blick in die Zukunft zeigt: Es wird womöglich ein weiteres System hinzukommen.

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Einen Berg kann man nicht versetzen…

…aber umbenennen, das geht dagegen schon.

Griesheim hat zwar selbst keine nennenswerten Erhebungen zu bieten, vom Stadtgebiet aus sind aber zwei ausgewachsene Berge meist gut zu sehen, nämlich der Melibokus im Süden und der Große Feldberg im Taunus, wenn man nach Norden schaut. Beiden gemeinsam ist, dass sie nicht mehr ihren ursprünglichen Namen tragen.

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Verlassene Siedlungen

Griesheim liegt ungewöhnlich weit von seinen Nachbarorten entfernt. Dies hat auf der einen Seite landschaftliche Gründe: Die Sanddünenlandschaft östlich von Griesheim war für die Besiedlung unattraktiv und blieb deshalb relativ leer.

Zum anderen sind aber auch zahlreiche Siedlungen bei Griesheim im Laufe der Zeit verlassen worden.

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Gerade so verpasst

In Gegensatz zu den meisten seiner Nachbarorte ist Griesheim relativ spät erstmals schriftlich erwähnt worden. Weiterstadt tauchte 948 n. Chr. auf, Groß-Gerau 910 und Pfungstadt sogar schon 784. Darmstadt wird immerhin im 11. Jahrhundert erwähnt. Die älteste Urkunde, die Griesheim nennt, wurde dagegen erst im Jahr 1165 verfasst. Das ist vor allem deshalb erstaunlich, weil archäologische Funde nahelegen, dass Griesheim schon seit dem 6. Jahrhundert besiedelt war und es nicht unwahrscheinlich ist, dass die damalige Siedlung schon „Griesheim“ geheißen haben könnte.

Und diese Siedlung lag im Jahr 1002 leider etwas zu weit östlich, südlich oder westlich, sonst wäre Griesheim vielleicht damals schon aus dem Dunkel der Geschichte aufgetaucht…

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