Fünfter Marktplatz entdeckt

Mit Beginn des Zwiebelmarktes am letzten Freitag ist auch ein weiterer Marktplatz auf der Bildfläche aufgetaucht: der Rathausplatz. Erstmals wurde er in das Festgelände miteinbezogen. Passend zu dem Wegweiser, der von hier die Richtung der Griesheimer Partnerstädten zeigt und die Entfernung bis dort angibt, wurde diesmal das „Internationale Dorf“ hier angesiedelt. Stände aus Bar-le-Duc, Pontassieve und Gyönk boten französische, italienische und ungarische Spezialitäten an.

Rund um den Brunnen waren dazu noch Tische und Bänke angeordnet. Verkehrsprache war neben Deutsch und Griesemerisch unter anderem Französisch, Italienisch, Ungarisch und Englisch.

Und schon am ersten Abend zeigte sich: das funktioniert sehr gut. Als ob der Platz dafür gemacht wäre.

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Von der Düne bleibt ein Sockel

Das Waldschlösschen auf seinem Sockel
Das Waldschlösschen auf seinem Sockel

Wenn sich die Natur verändert oder wenn der Mensch die Natur verändert, dann geschieht dies manchmal so radikal, dass nur noch einzelne Spuren auf das Verlorene hindeuten. In den Alpen etwa weisen viele Seen in langgestreckten Tälern (z.B. Lago Maggiore oder Comer See) auf die ehemals vorhandenen Gletscher hin. Die Klippen von Dover zeigen uns, dass nicht nur eine Mehrzahl der Engländer, sondern auch das anbrandende Meer die Briten von Europa getrennt hat.

Und in Griesheim zeigen das Waldschlösschen und einige benachbarte Häuser durch ihre merkwürdige Lage auf einem hohen Sockel, der ein bisschen ein Verkehrshindernis darstellt, dass hier die Landschaft ehemals ganz anders aussah als heute.

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Die vier Griesheimer Marktplätze

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Der Hans-Karl-Platz mit dem freitäglichen Wochenmarkt aus der Luft. Bildquelle: Stadt Griesheim

Dass Schausteller und Markthändler meistens nicht an einem Platz bleiben sondern von Ort zu Ort ziehen ist klar. Aber dass auch die Marktplätze selbst nicht für immer sesshaft sind sondern ebenfalls gerne wandern, das wollen wir uns am Beispiel von Griesheim einmal anschauen.

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Der alte Marktplatz

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Es gab eine Reitschule! Sogar zwei! Wir haben ja im letzten Artikel die Frage aufgeworfen, ob es vor dem Ersten Weltkrieg ein Karussell in Griesheim gab. Es wird natürlich nicht ganz so ausgesehen haben, wie auf obigem Bild vom Aufbau der diesjährigen 1250-Jahr-Feier in Leeheim. Aber wir können sogar vermuten, wo die Standorte waren. Im Bauamt der Stadt Griesheim hängt nämlich ein alter Plan, der einen Festaufbau zeigt.

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130 Jahre Straßenbahn von Griesheim nach Darmstadt

Am 30.8.1886 wurde die Dampfstraßenbahnstrecke von Griesheim nach Darmstadt (und auch umgekehrt) in Betrieb genommen. Die Strecke war in weiten Teilen mit der heutigen Linie 9 identisch. Sie begann in der Rheinstraße direkt vor dem Darmstädter Schloß und folgte dieser über den Luisenplatz bis an die Stadtgrenze. In Griesheim lagen die Gleise wie heute nördlich der Wilhelm-Leuschner-Straße, die damals noch „Neue Darmstädter Straße“ hieß. Am damaligen östlichen Ortsrand endete die Strecke in einem kleinen Bahnhof mit Nebengebäuden und Abstellgleisen. An gleicher Stelle befindet sich heute der Georg-Schüler-Platz.

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Alles hat ein Ende…

…nur Griesheim hat Mehrere. Und ständig Neue.

Griesheim wächst und wächst und wächst. Das muss doch eines Tages einmal ein Ende haben… Das haben sich die Griesheimer schon mehrfach gedacht. Und sie haben diese Gedanken in die Straßennamen einfließen lassen. Es hat sich aber immer wieder gezeigt, dass diese vermeintlichen Schlusspunkte schon nach kurzer Zeit überholt waren.

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Mit dem Bus in alle Welt, naja, zumindest ins Ried

Geschichte der Buslinien in Griesheim / Neu: Busse direkt nach Groß-Gerau oder Rüsselsheim

Das wichtigste Nahverkehrsmittel in Griesheim ist die Straßenbahn. Zwei Straßenbahnlinien bringen – tagsüber im 7,5-Minuten-Takt – tausende Fahrgäste zu Zielen in Griesheim und Darmstadt. Es gab aber bis vor kurzem drei Buslinien, die den Westen Griesheims mit Zielen im Ried verbanden. Seit Mitte 2016 ist noch eine vierte Linie hinzugekommen.

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Ein Stück Griesheim verschwindet

Die Ecke Pfungstädter Straße / Hintergasse wird durch ein stattliches Gebäude geprägt, das in der Griesheimer Geschichte durchaus eine kleine Rolle gespielt hat. Die Alte Post ist darüber hinaus nach dem Abbruch des alten Schulhauses schräg gegenüber und der Kriegszerstörung von Teilen des Ortes der letzte Vertreter des klassizistischen Baustiles in Griesheim. Doch ihre Tage sind gezählt.

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Eine Entscheidung für die Vergangenheit und gegen die Zukunft

Der Abstieg der Stadt Mainz im späten Mittelalter

Als Landeshauptstadt mit etwa 200.000 Einwohnern und als Sitz einer Universität hat Mainz heute eine gewisse Bedeutung auf nationaler Ebene. Die Stadt spielt aber keine führende Rolle unter den deutschen Städten mehr. Das war nicht immer so. Im Mittelalter war Mainz nicht nur größer als Frankfurt am Main, sondern eine der bedeutendsten Städte des damaligen Reiches. Diese Rolle wurde durch rückwärtsgewandte und egoistische Entscheidungen verspielt.

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Die kürzeste Autobahn Deutschlands

Wo Griesheim überall Spitzenreiter ist

Griesheim ist keine graue Maus. In manchen Bereichen ist Griesheim sogar ganz vorne mit dabei – wenn nicht gar Spitzenreiter. Wußten Sie zum Beispiel, dass die kürzeste Autobahn Deutschlands in Griesheim verläuft?

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