Alles Zugezogene

Der Bundesinnenminister hat jüngst erklärt, die Migration sei die Mutter aller Probleme. Wenn das stimmte, dann müsste Griesheim der unglücklichste Ort auf Erden sein. Denn da davon auszugehen ist, dass die Menschheit nicht im Griesheimer Stadtgebiet entstanden ist, müssen alle heutigen Einwohner oder deren Vorfahren zugezogen, also migriert sein. Viele kamen dabei nicht nur aus Nachbarorten wie Darmstadt oder gar Wolfskehlen, sondern von viel weiter her.

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„Die abenteuerlustigsten Gallier…“

Griesheim im Dekumatenland

Vor etwa 1.900 Jahren lag das Griesheimer Stadtgebiet irgendwo im nirgendwo. Einige Kilometer westlich lag das Römische Reich, das sich bis an den Rhein ausgebreitet hatte. Viel weiter östlich und nördlich lagen die Herrschaftsgebiete derjenigen Völker, die die Griechen und Römer als Germanen bezeichneten. Das Gebiet dazwischen, Dekumatenland genannt, war teilweise menschenleer, teilweise von Kelten und Germanen, aber anscheinend auch von vielen Abenteurern besiedelt.

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Störche

Nachdem die Störche aus unserer Gegend bis vor einiger Zeit fast ganz verschwunden waren, ist der Bestand wieder rasant angestiegen. Die Riedlandschaft, zu der weite Teile des Kreises Groß-Gerau, aber auch der Westen des Griesheimer Stadtgebietes gehören, bietet durch die verbesserte Umweltsituation wieder gute Bedingungen für diesen großen Vogel. Aber auch die Müllkippe bei Büttelborn ist ein nicht unerheblicher Grund für die Rückkehr des Storches. „Störche“ weiterlesen

Als der Darmbach bei Griesheim verschwand

Leicht nach Kläranlage duftend und in ein gradliniges, unnatürliches Betonkorsett eingezwängt fließt ein schmales Gewässer nördlich von Griesheim in Richtung Westen. Die Rede ist von der Landwehr, die hier, an der Gemarkungsgrenze zu Büttelborn, verläuft. Ihre Bauart, ihr Name und der Geruch zeigen es gleich: Man hat es hier nicht mit einem natürlichen Gewässer zu tun. Sucht man nach der Herkunft des Gewässers auf der Landkarte, wird man im Bereich des Gehaborner Hofes fündig. Denn bis hier heißt der Wasserlauf Darmbach.

Wieso aber wechselt der Darmbach in Griesheim seinen Namen? Ein Blick dazu in alte Landkarten zeigt noch Erstaunlicheres: Ursprünglich ist der Darmbach nördlich von Griesheim spurlos verschwunden…

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Fundstück im Stadtgebiet: Ein Kilometerstein

Griesheim drängt sich dem Besucher nicht eben mit historischen Sehenwürdigkeiten auf. Man muss deshalb manchmal schon etwas genauer hinschauen, um etwas Interessantes entdecken zu können. Ein solches historisches Fundstück ist ein alter Kilometerstein, der ziemlich verloren irgendwo in Griesheim an der Chaussee, der Griesheimer Hauptstraße steht.

Wissen Sie, wo genau er zu finden ist?

Übrigens: Die Ausstellung im Griesheimer Museum, die sich mit der Geschichte der Chaussee beschäftigt, ist jetzt noch mal um einige Wochen verlängert worden. Wer also noch nicht dort war, oder noch einmal hin will, der hat nun noch diverse Chancen.

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Die Rheingau-Connection

Wirtschaftlich gesehen ist Griesheim heute ziemlich stark auf Darmstadt ausgerichtet. Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch der Kern der Rhein-Main-Region mit Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, etwas weniger der Rhein-Neckar-Raum mit Mannheim und Heidelberg. Die Rolle des Rheingaus für Griesheim dagegen ist keine wirtschaftliche, sondern eher eine touristische: die schönen Städte mit ihren kulturellen, landschaftlichen und weinbautechnischen Reizen bieten sich für einen Wochenendausflug an.

Im Mittelalter dagegen gab es eine Zeit, in der Griesheim und Teile des Rieds ein wichtiger Bestandteil des Rheingauer Wirtschaftssystems waren.

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