Ein kleiner Schritt zur Stadtwerdung, ein großer Schritt für Griesheim

Für alle Leser, die nicht aus Griesheim sind, oder die gerne den Artikel ohne Kürzungen lesen möchten: Lesen Sie hier die Ursprungsfassung des Artikels, der heute im Zwiebelmarkt-Kurier erschienen ist.

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Diese Rekonstruktion zeigt des Zustand Griesheims, wie er sich Anfang des 14. Jahrhunderts dargestellt haben mag. Die Dreiecke erlauben einen Vergleich mit dem Luftbild (s.u.) von heute.

Griesheim wurde 1165 zu ersten Mal erwähnt und 1965 zur Stadt. An beide Ereignisse haben wir letztes Jahr in Griesheim mit einer Jubiläumsfeier erinnert. Jetzt, ein Jahr später, kann aber verraten werden: Griesheim ist deutlich älter als 850 Jahre und die Stadtwerdung hat schon vor mehr als 50 Jahren begonnen.

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Gar nicht so nass

Die Pfützenstraße

Woher die Pfützenstraße ihren Namen hat scheint eigentlich ganz klar. Das Wort Pfütze steckt ja vollkommen unverändert darin. Es stammt laut Wikipedia von dem lateinischen Wort puteus ab, das Grube oder Brunnen bedeutet. Über das althochdeutsche pfuzza hat es Eingang in unsere moderne Sprache gefunden. Es steht heute für eine eher kleine Ansammlung von Flüssigkeit, meist Wasser, die sich zeitweise gebildet hat, z.B. durch einen Regenschauer. Und wenn man in die alten Fotos von Griesheim schaut, dann sieht man, dass die Pfützenstraße im Bereich Kirchgasse bei Starkregenereignissen regelmäßig unter Wasser stand. Zumindest bis eine leistungsfähige Kanalisation geschaffen wurde. Der Fall ist also klar. Oder?

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Eine (fast) echte Turmhügelburg

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Die Turmhügelburg von Lütjenburg

Im letzten Artikel hatte ich ja versprochen, dass wir uns einmal anschauen, wie so eine Turmhügelburg ausgesehen haben mag. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil die Griesheimer Burg auch eine solche Burg gewesen sein mag (wenn es sie denn gegeben hat). Und um Ihnen hier nun Bilder zu zeigen hat die Redaktion von stadtlandsand.de keine Kosten und Mühen gescheut, um für Sie, sehr verehrte Leserschaft eine solche (fast) echte Burg zu besuchen!

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Die Burg vom Burghof

IMG_4723Südwestlich von Griesheim liegt der Burghof, bereits auf Riedstädter Gebiet. Trotz des vielversprechenden Namens wird man dort leider nicht fündig, wenn man nach historischen Mauern sucht.

Wenn man sich allerdings für Pferde interessiert oder gar ein Freund das Reitsports ist, dann ist man dort gut aufgehoben.

Aber woher kommt dann der Name?

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686 Jahre Stadtrechte für Darmstadt

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Das älteste erhaltene Stadtwappen Darmstadts in der Turmhalle der Stadtkirche. Der Löwe steht für die Katzenelnbogener Stadtherren, die Lilie symbolisiert die Jungfrau Maria, der die Stadtkirche in katholischen Zeiten geweiht war.

Heute vor 686 Jahren verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht für den Ort Darmstadt an den Grafen Wilhelm I. von Katzenelnbogen. Darmstadt wurde damit noch im Mittelalter gegründet. 1330 war die große Phase der Stadtgründungen aber eigentlich schon vorbei. Zum Thema Stadtgründung Darmstadt werde ich eines Tages noch etwas schreiben – Fakt ist aber, das das ganze Projekt zunächst nicht so richtig funktionierte. Die im 14. Jahrhundert wütende Pest und die große Erweiterung der Stadt Frankfurt verhinderte eine schnelle Besiedlung. Eigentlich erst im 19. Jahrhundert fruchtete die Stadtgründung und aus dem bescheidenen Städtchen wurde in Großstadt. Der zweite Weltkrieg hat die Darmstädter Altstadt vollständig verschwinden lassen. Sie wurde nicht wiederaufgebaut, nichteinmal der Grundriss lässt sich heute ohne weiteres im Stadtbild nachvollziehen.

Gibt es den heute noch Spuren der mittelalterlichen Stadt?

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706 Jahre Stadtrechte in Ober-Ramstadt

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Alter Ortskern in Ober-Ramstadt: Im Vordergrund das Alte Rathaus (heute Museum), im Hintergrund die Evangelische Kirche

Heute vor 706 Jahren verlieh Kaiser Heinrich VII. das Stadtrecht für den Ort Ober-Ramstadt an den Grafen Eberhard I. von Katzenelnbogen. Ober-Ramstadt ist als Stadt damit 20 Jahre älter als Darmstadt, das heute die mit Abstand wichtigste Stadt in Südhessen ist.

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10 Dinge, die Sie über die Grafen von Katzenelnbogen immer schon wissen wollten

Die Grafen von Katzenelnbogen beherrschten spätestens ab der Übernahme der Herrschaft Dornberg Teile Südhessens, wahrscheinlich auch Griesheim. In der nächsten Zeit werden sie hier in diesem Blog öfter mal vorkommen, deshalb sollen Sie jetzt ein bißchen mehr über diese Herrschaften erfahren. Aus Zeitgründen – ich kann nicht so lange schreiben und Sie wollen nicht so viel lesen – werde ich das Ganze in 10 Häppchen zusammenfassen. Wenn Sie der Meinung sind, daß das so nicht geht oder die ein oder andere Info noch ergänzt sehen wollen: Nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion!

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Machtwechsel

Burg Dornberg (Groß-Gerau) mit Ritter
Burg Dornberg (Groß-Gerau) mit Ritter

Wenn die bisherige Macht erschüttert wird oder ein Machtwechsel absehbar wird, stellt sich für die Personen aus der bisherigen zweiten Reihe die Frage, ob sie sich am Machtwechsel beteiligen (man nennt sie dann „Königsmörder“), ob sie in der Versenkung verschwinden oder ob sie rechtzeitig zur Opposition überlaufen. In Großbritannien konnte man dies heute nachmittag beobachten. Fairerweise muss man zugeben, dass der dortige Machtwechsel recht humorvoll und friedlich abgelaufen ist, typisch englisch eben.

Vor etwa 760 Jahren war dies in unserer Region ein bißchen anders…

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Berg und Tal im Flachland

oder: Dalles hat nichts mit Texas zu tun

Von den Herren von Dornberg haben wir ja schon beim letzten Mal gehört. Ihre Burg stand (bzw. steht immer noch) im gleichnamigen Groß-Gerauer Stadtteil. Dort ist es, wie im ganzen Gerauer Stadtgebiet und auch in der weiteren Umgebung ziemlich flach.

Aber wieso wird dann in alten Texten vom „Thal Dornberg“ gesprochen?

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