Alles hat ein Ende…

…nur Griesheim hat Mehrere. Und ständig Neue.

Griesheim wächst und wächst und wächst. Das muss doch eines Tages einmal ein Ende haben… Das haben sich die Griesheimer schon mehrfach gedacht. Und sie haben diese Gedanken in die Straßennamen einfließen lassen. Es hat sich aber immer wieder gezeigt, dass diese vermeintlichen Schlusspunkte schon nach kurzer Zeit überholt waren.

stadtplan_endenDer älteste Bereich Griesheims liegt ganz im Westen der heutigen Stadt. Die Pfützenstraße ist vermutlich die älteste Straße, in Verbindung mit den rechtwinklig dazu laufenden Gassen wie Pariser Gasse, Pfarrgasse oder Backesgasse. Die ersten Ortserweiterungen stellten die Groß-Gerauer-Straße, die Pfungstädter Straße und die Oberndorferstraße dar. Griesheim war zu dieser Zeit eher in Nord-Süd-Richtung orientiert.

Anfang des 19. Jahrhunderts endete der Ort im Norden an einer Straße, deren Straßenname dies bis heute anzeigt. Die Schlussgasse. Schon bald wuchs der Ort aber weiter. Mitte des 20. Jahrhunderts war das „Nordend“ erreicht.

Ende des 20.Jahrhunderts meinte man, eine neue Begrenzung markieren und benennen zu können: den Nordring. Aber auch diese Linie war schnell überholt. In wenigen Jahren wird es einen „Zweiten Nordring“ geben – wir können gespannt sein, wie er heißen wird.

Im Süden können wir ähnliches beobachten. Im 19. Jahrhundert endete Griesheim an der Sterngasse. Deren Namen hat allerdings nichts mit Astronomie oder gar Astrologie zu tun. Vielmehr ist „Stern“ hessisch – und bedeutet Stirn. Seit einigen Jahren bildet nun der Südring den Rand Griesheims.

Im Griesheimer Osten gibt es dann noch das Ostend. Überraschenderweise endet auch hier schon länger nicht mehr der Ort. Heute bildet die östliche Begrenzung – ganz klar – der Nordring.

 

3 Gedanken zu „Alles hat ein Ende…“

  1. Interessanter Artikel!
    Ganz deutlich kann man erkennen wie stark Griesheim nördlich der Schlußgasse und westlich der Pfungstädter Straße gewachsen ist. Bezüglich des Nordrings, bin ich der Meinung, dass er so bleiben sollte wie er jetzt ist. Verwenden wir das Geld lieber für Rad/Fußverkehr oder den Stadtbus.

  2. Interessanter Artikel!
    Ganz deutlich kann man erkennen wie stark Griesheim nördlich der Schlußgasse und östlich der Pfungstädter Straße gewachsen ist. Bezüglich des Nordrings, bin ich der Meinung, dass er so bleiben sollte wie er jetzt ist. Verwenden wir das Geld lieber für Rad/Fußverkehr oder den Stadtbus.

    edit: statt „westlich“ „östlich“

    1. Danke für das Lob. Einen Stadtbus muss man kritisch untersuchen, er erfordert Fördergelder und große bauliche Eingriffe in die Stadt (Schaffung Vorfahrtstraßen, Wegfall Parkplaätze, Herstellung barrierefreie Infrastruktur). Eine Veränderung am Straßenbahnsystem wird fördermitteltechnisch dadurch ggf. verbaut.

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