Männerspielplatz

Vor fast 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Millionen Tote, zerstörte Städte und Landschaften, Kriegsverbrechen – die Bilanz dieses Ereignisses ist schrecklich. Die Gründe, warum der Krieg ausbrach, sind vielfältig. Nicht unwesentlich verantwortlich dafür war auf jeden Fall der Militarismus: Völlige Überschätzung des eigenen militärischen Potenzials, uneingeschränkte Akzeptanz von militärischen Elementen in der Zivilgesellschaft und die unwidersprochene Vorstellung, dass man Politik mit militärischen Mitteln fortsetzen und durchsetzen könne, ließen das Deutsche Reich diesen Krieg auslösen.

Grundlagen dafür wurden letztendlich auch auf Griesheimer Gemeindegebiet gelegt.

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Sankt Stephan

Griesheim hat nur einen einzigen Stadtteil. Dieser trägt einen für die Region ungewöhnlichen Namen: Sankt Stephan. Benannt ist der Ortsteil nach dem ersten christlichen König von Ungarn. Wie kam diese Benennung zu Stande und wer war das eigentlich?

Um das zu klären, müssen wir Griesheim auf der Chaussee nach Osten verlassen.

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Flugzeuge – Made in Griesheim

Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.

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Lilienthal & Co

Flugpioniere im Griesheimer Südosten

Im Griesheimer Südosten sind zahlreiche Straßen nach deutschen Flugpionieren benannt. Otto Lilienthal und Graf Zeppelin sind dabei sicher diejenigen unter den Namensgebern, von dem man am ehesten schon mal gehört hat. Aber wer waren eigentlich Gutermuth und Nehring?

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Das Griesheimer Kriegsgefangenenlager

1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Als solcher wurde er bezeichnet, da er das erste militärische Ereignis in der Weltgeschichte war, das nahezu auf allen Kontinenten stattfand und neben den tragischen Ereignissen an den unterschiedlichen Fronten auch Auswirkungen auf das zivile Leben im Hinterland der kriegsführenden Nationen hatte.

Obwohl in Südhessen keine Schlacht stattfand, war der Krieg hier doch präsent. Viele Männer wurden zum Militär einberufen, in Griesheim alleine über 1.400 Personen, von ihnen kamen 165 nicht mehr zurück. Auf dem Schießplatz auf dem Griesheimer Sand wurden nicht nur die Einrichtungen der Militärflieger ausgebaut, es wurde auch ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.

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Kirschberg, Hegelsberg, Chimborazo

Griesheim ist nicht flach. Griesheim ist geneigt. Immerhin beträgt der Höhenunterschied von der östlichen bis zur westlichen Stadtgrenze nahezu 24 Meter. Entlang der B26 ergibt sich also ein Gefälle von immerhin 0,5%. Und nur dort verläuft das Gefälle gleichmäßig, denn nördlich und südlich der Hauptstraße finden oder fanden sich einige Dünen, die sich nochmal auffällig über die direkte Umgebung erhoben. Die drei markantesten Dünen hatten im Laufe der Zeit sogar eigene Namen erhalten: der Kirschberg, der Hegelsberg und der Chimborazo. Keiner davon existiert heute noch.

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Die Dünenfestung, Teil 2

Vor einigen Tagen hatte ich abends die Gelegenheit, einen kleinen Schlenker in die Griesheimer Dünen zu unternehmen. Einer der letzten Artikel handelte ja bereits von der dortigen Übungsfestung, von der laut Luftbild noch Reste erhalten sind. Vor Ort war ich überrascht, wie gut man die Anlage noch erkennen kann.

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Prinz Heinrich

oder: Das Ende der Unschuld der Fliegerei

Der prominenteste Absolvent von August Eulers Flugschule war Prinz Heinrich von Preußen. Den Modebewussten unter uns ist er als Namensgeber der nach ihm benannten Prinz-Heinrich-Mütze bekannt. Die Geschichtsinteressierten werden ihn eher als den jüngeren Bruder des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. kennen. Prinz Heinrich hielt sich allerdings aus der Politik heraus, was seinem Bruder auch gut zu Gesicht gestanden hätte. Leider teilte er aber mit Wilhelm die Begeisterung für das Militär: Er baute die deutsche Marine vor dem Ersten Weltkrieg mit auf, war Großadmiral und Kommandeur der Ostseeflotte. Auch erkannte er früh die Bedeutung der jungen Technik der Fliegerei für die künftige Kriegsführung. Der Aufenthalt Prinz Heinrichs in Eulers Flugschule markiert daher leider indirekt das Ende der Unschuld der Fliegerei.

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Deutschlands ältester: Der August-Euler-Flugplatz

Der August-Euler-Flugplatz im Südosten von Griesheim ist der älteste deutsche Flugplatz. Der Vertrag, der letztendlich den Flugbetrieb erlaubte, datiert auf den 30.1.1909.

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