Männerspielplatz

Vor fast 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Millionen Tote, zerstörte Städte und Landschaften, Kriegsverbrechen – die Bilanz dieses Ereignisses ist schrecklich. Die Gründe, warum der Krieg ausbrach, sind vielfältig. Nicht unwesentlich verantwortlich dafür war auf jeden Fall der Militarismus: Völlige Überschätzung des eigenen militärischen Potenzials, uneingeschränkte Akzeptanz von militärischen Elementen in der Zivilgesellschaft und die unwidersprochene Vorstellung, dass man Politik mit militärischen Mitteln fortsetzen und durchsetzen könne, ließen das Deutsche Reich diesen Krieg auslösen.

Grundlagen dafür wurden letztendlich auch auf Griesheimer Gemeindegebiet gelegt.

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Kleinbahnhof wird Grünanlage

In diesen Tagen wird der Zwiebelmarkt aufgebaut, das große Stadtfest von Griesheim, das jeden September rund um und vor allem auf dem Georg-Schüler-Platz gefeiert wird. Während des Marktes reihen sich hier dicht an dicht die Buden und Zelte und die Menschen schieben einander durch das enge Gedränge. Im Rest des Jahres führt dieser Platz, obwohl mitten in der Stadt gelegen, dagegen ein beschauliches Dasein als etwas lieblos gestaltete Grünanlage ohne wirkliche Funktion. Diese Wirkung mag in der Herkunft des Platzes begründet sein. Er wurde nämlich nicht mit Absicht im Rahmen einer städtebaulichen Planung angelegt, sondern er ist eher durch Zufall entstanden.

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Jeder sollte eine zweite Chaussee erhalten

Wenn man in Griesheim von der „Chaussee“ spricht, dann ist die nahezu schnurgerade Straße von Darmstadt nach Wolfskehlen gemeint, die Griesheim der Länge nach durchzieht und die in weiten Teilen offiziell Wilhelm-Leuschner-Straße heißt. Sie ist für die Zwiebelstadt Aushängeschild, Verkehrsmagistrale und Innenstadt zugleich.

Dabei gab es neben dieser Straße bis in die 1960er Jahre eine zweite Chaussee auf Griesheimer Stadtgebiet, die zumindest verkehrlich gesehen die bedeutendere war.

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Ausstellung „Unsere Chaussee“

Offiziell heißt sie Wilhelm-Leuschner-Straße. Die Griesheimer nennen sie aber meistens „Chaussee“ oder einfach „Hauptstrooß“. In den beiden Namen spiegelt sich die Geschichte der Griesheimer Magistrale wieder.

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Flugzeuge – Made in Griesheim

Der Flugzeugbau ist heute der Spitzentechnologie zuzuordnen. Die Branche ist derart komplex und spezialisiert, das es meist internationalen Großkonzernen überlassen bleibt, serienmäßig Flugzeuge herzustellen. Zu Beginn der Luftfahrtgeschichte war es aber noch möglich, so etwas quasi in der Garage zu machen. Ein schönes Beispiel war die Schreinerwerkstatt der Gebrüder Müller in Griesheim. In der 1920er Jahren wurden hier einmotorige Flugzeuge in Serie hergestellt.

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Lilienthal & Co

Flugpioniere im Griesheimer Südosten

Im Griesheimer Südosten sind zahlreiche Straßen nach deutschen Flugpionieren benannt. Otto Lilienthal und Graf Zeppelin sind dabei sicher diejenigen unter den Namensgebern, von dem man am ehesten schon mal gehört hat. Aber wer waren eigentlich Gutermuth und Nehring?

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