Als der Darmbach bei Griesheim verschwand

Leicht nach Kläranlage duftend und in ein gradliniges, unnatürliches Betonkorsett eingezwängt fließt ein schmales Gewässer nördlich von Griesheim in Richtung Westen. Die Rede ist von der Landwehr, die hier, an der Gemarkungsgrenze zu Büttelborn, verläuft. Ihre Bauart, ihr Name und der Geruch zeigen es gleich: Man hat es hier nicht mit einem natürlichen Gewässer zu tun. Sucht man nach der Herkunft des Gewässers auf der Landkarte, wird man im Bereich des Gehaborner Hofes fündig. Denn bis hier heißt der Wasserlauf Darmbach.

Wieso aber wechselt der Darmbach in Griesheim seinen Namen? Ein Blick dazu in alte Landkarten zeigt noch Erstaunlicheres: Ursprünglich ist der Darmbach nördlich von Griesheim spurlos verschwunden…

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Das alte Rathaus von Griesheim

Vor etwa 400 Jahren ist das alte Rathaus von Griesheim erbaut worden. Lange Zeit prägte es die alte Ortsmitte mit seiner besonderen Architektur. Ergänzend zum letzten Artikel sollen hier in kompakter Form nochmal ein paar Informationen zum alten Rathaus und einige alte Bilder zusammengestellt werden.

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Das Haus des Kapitäns

Vor 400 Jahren kam ein Kapitän nach Griesheim, und das, obwohl es im Stadtgebiet ja keinerlei Häfen oder nennenswerte Gewässer gibt. Tatsächlich trug er kurioserweise nicht unwesentlich dazu bei, das wenige sichtbare Oberflächenwasser im Ort noch weiter zu reduzieren. Ein ungewöhnliches Haus erinnerte noch lange Zeit an diesen wasserlosen Kapitän.

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Griesheim, Kreis Groß-Gerau

Nein, keine Angst. Zum 1. Januar wird Griesheim nicht umgemeindet, es bleibt Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Griesheim war aber im Laufe der Geschichte meist mehr auf Groß-Gerau ausgerichtet als auf Darmstadt, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass Griesheim viele Jahre zum Kreis Groß-Gerau und dessen Vorläufern gehörte, zuletzt in den 1920er Jahren.

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Einen Berg kann man nicht versetzen…

…aber umbenennen, das geht dagegen schon.

Griesheim hat zwar selbst keine nennenswerten Erhebungen zu bieten, vom Stadtgebiet aus sind aber zwei ausgewachsene Berge meist gut zu sehen, nämlich der Melibokus im Süden und der Große Feldberg im Taunus, wenn man nach Norden schaut. Beiden gemeinsam ist, dass sie nicht mehr ihren ursprünglichen Namen tragen.

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Reformation in Griesheim

Der 31. Oktober ist der Reformationstag. Dabei wird daran erinnert, dass Martin Luther am 31.10.1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. 2017 jährt sich dieses Ereignis zum fünfhundertsten Mal. In den Thesen wurde Kritik an der katholischen Kirche formuliert und Vorschläge zu deren Reformation, also zur Erneuerung, gemacht. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, stattdessen begann ein Prozess, der letztendlich zur Spaltung der christlichen Kirche führte.

In Griesheim begann die Reformation nicht ganz vor 500 Jahren, sondern etwas später, genauer gesagt im Jahr 1529.

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Renaissancebauten in Südhessen

„Das ist doch das Rathaus von Pfungstadt?“, kann man beim Anblick des Griesheimer Rathauses meinen und liegt damit gar nicht so falsch. Denn eine Ähnlichkeit zum Pfungstädter Rathaus ist durchaus vorhanden gewesen. Das liegt natürlich zum einen an der räumlichen und zeitlichen Nähe der beiden Bauten zueinander. Es liegt aber auch daran, dass zur Erbauungszeit um 1600 in Südhessen der Renaissancestil, bzw. eine Abwandlung davon, schwer in Mode war.

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Hexentanz am „Griesheimer Brunnen“ ?

Aus der traurigen Epoche der Hexenverbrennungen gibt es eine Meldung über einen „Griesheimer Brunnen“. Diese Geschichte führt uns in eine Zeit, in der viele Menschen in bitterer Armut und in heute kaum noch vorstellbaren Verhältnissen leben mussten. Gleichzeitig herrschten damals merkwürdige Vorstellungen von Moral, Schuld und Menschlichkeit vor, für viele war die reale Existenz von Zauberei und Hexen denkbar. Die Kombination aus beiden Punkten führte auch in unserer Region zur verbrecherischen Hexenverfolgung. Selbst der vermeintlich gebildete Landgraf Georg I. hatte damals kaum Probleme, selbst elfjährige Kinder verbrennen zu lassen. Nach solchen Leuten sind heute übrigens immer noch Straßen benannt, s. Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt…

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Das Bassin zwischen Griesheim und Darmstadt

Mein vorletzter Artikel über die Leberflecken hat bei Ihnen, verehrte Leser, einiges an Interesse geweckt. Über 350 mal ist der Artikel gelesen worden. Und glücklicherweise sind mir noch weitere Infos über das Bassin mit Springbrunnen, dass sich Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen Griesheim und Darmstadt befand, zugetragen worden.

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Historische Leberflecken

Bei der Suche nach Spuren nach der vergessenen Eisenbahnstrecke nach Sankt Stephan haben Manfred Alvarez Hernandez und ich noch eine weitere kleine Entdeckung gemacht: Einen Hinweis auf einen historischen Vorläufer der sogenannten „Leberflecken“, die Verkehrsinseln im Verlauf der Wilhelm-Leuschner-Straße in Griesheim.

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